Erschreckend realistisch

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campino246 Avatar

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Nach einer Pandemie ist die Ordnung der Welt verloren gegangen. Die Reichen konnten sich retten und der Rest kämpft ums Überleben. Colin Lowe rettet sich auf die Insel der Ratten. Sein Sohn Brad ist in einer Gang und tötet und plündert. Er entführt Amy, die Tochter von Will. Will ist mit Brads Vater befreundet und schnell wird klar, dass Will sich selbst um die Befreiung seiner Tochter kümmern muss.

Besonders spannend fand ich an der Geschichte den Zwiespalt zwischen Selbstjustiz und dem Glauben an die Justiz. Es gab einige Situationen, wo diese Entscheidung im Mittelpunkt stand und ich fand es total interessant, wie man als Hörer bei der Entscheidung mitgenommen wird.

Die beiden Sprecher im Hörbuch machen das hervorragend. Sie bringen beide Perspektiven herüber und ich mochte den Wechsel der Sprecher gerne. Ein einzelner Sprecher hätte es nicht so gut geschafft.

Ich finde, dass das Buch gut zum Gesamtwerk des Autors passt. Bei ihm geht es in den Einzelbüchern häufig um moralische Fragen. Hier schafft er es schnell ein Szenario zu schaffen, was Personen in Extremsituationen bringt. Das Hörbuch/Buch hat keine Längen. Mit knapp über 4 Stunden bzw. 200 Seiten ist es eine kurze, spannende Geschichte um eine erschreckend realistische Idee.