Excellenter, dystropischer Krimi!

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kalliope Avatar

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„Insel der Ratten“ ist ein packend geschriebener Krimi, der mehr Bezug zur Gegenwart hat, als manchem Leser lieb sein dürfte. Beschrieben wird eine Welt, die nach einer Pandemie zusammenbricht – eine Welt, in der nur noch Reichtum und Macht zählen, wo jeder gegen jeden kämpft und moralische Werte keine Bedeutung mehr haben.

Im Mittelpunkt steht Will, ein Jurist, der stets versucht, fair und gerecht zu handeln. Doch die extremen Umstände zwingen ihn schließlich dazu, zu töten, um nicht selbst getötet zu werden. Die Spannung wird kontinuierlich aufgebaut und durch schnelle Szenenwechsel sowie die geschickte Dosierung von Informationen aufrechterhalten. Jo Nesbø enthüllt wichtige Details nur nach und nach, manchmal beinahe beiläufig, sodass die Neugier des Lesers bis zum Schluss erhalten bleibt.

Das Ende überrascht, obwohl die letzte Handlung offen bleibt ist diese schlüssig und für den Leser gut nachvollziehbar. Insgesamt ist „Insel der Ratten“ ein fesselnder Krimi, der - hoffentlich - zum Nachdenken anregt.

Das kompakte Hardcover-Format ist handlich und die gut lesbare Schrift trägt zusätzlich zum Lesegenuss bei. Insgesamt ist dieses Buch ein echter sogenannter „Pageturner“.