Heftig!

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strohhaken Avatar

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Mit „Insel der Ratten“ ist Jo Nesbø eine besonders düstere Dystopie gelungen.

Die Welt, wie wir sie kennen, ist nicht mehr existent. Es herrschen Massenarbeitslosigkeit und Armut. Banden beherrschen die Stadt und es wird geplündert, vergewaltigt und getötet. Eine Rechtsordnung existiert nicht mehr, es herrscht Anarchie.
Der Anwalt Will Adam und seine Familie wird von einer Gang überfallen. Ihr Anführer ist der Sohn von Wills ehemaligen Freund und Arbeitgeber Colin. Will steht vor der Wahl: Vergebung oder Rache, ein fairer Prozess oder der Tod.
Nur häppchenweise erhält man vom Autor Informationen. Die Wendungen waren für mich nicht vorhersehbar. Die (sehr kurze) ganze Geschichte ist spannend, abstoßend, verstörend, aber auch realistisch. Oft habe ich mich gefragt, wie ich wohl in dieser Ausnahmesituation gehandelt hätte.

Eine Leseempfehlung für alle, die keinen Harry Hole erwarten und sich auf einen düsteren und intelligenten Endzeitroman einlassen wollen.