Kurzweiliger Verfall der Gesellschaft
Schon beim Titel habe ich nur gedacht, wer sind hier die Ratten? Jo Nesbø nimmt uns in seiner Kurzgeschichte mit, in eine Welt des Chaos. Nachdem die Menschheit nur knapp eine dramatische Pandemie überlebt, bilden sich schnell Gruppen und Banden, die um die verbleibenden Ressourcen kämpfen und dafür über Leichen gehen. Mittendrin passiert ein kleines Drama, während der reiche Colin mit seiner Frau auf eine Insel voller Ratten flüchtet, bleibt sein abtrünniger Sohn auf dem Festland und vergreift sich an der Tochter von Colins besten Freund Will.
In seiner Dystopie dreht sich vieles um Moral, Verfall der Gesellschaft, Selbstjustiz, freier Wille und Überleben. Im Prinzip kommt hier nicht viel neues dazu, ähnliche Aussichten bieten bereits andere Weltuntergangs-Bücher und -serien. Menschen haben wohl durchweg eine dunkle Seite in sich und am Ende überlebt nur, wer diese freilässt.
Für mich war es ein kurzweiliges Hörvergnügen, die beiden Sprecher Oliver Siebeck und Jenny Laura Bischoff, haben eine ruhige Sprechweise und haben die Stimmung der Charaktere gut eingefangen. Allerdings konnten die Charaktere selbst nicht zu viel Tiefe aufweisen, was bei einer Kurzgeschichte auch nicht erwartet werden kann. Was jedoch rüber kam, ist der innere Kampf zwischen dem Wunsch sich nicht zu verlieren und dennoch mit der neuen Situation umzugehen und sich anzupassen. Bis zum Schluss ist unklar wie dieser Kampf für Will ausgehen wird.
Am Anfang musste ich mich erst in die unterschiedlichen Szenen einhören, weil mir der zeitliche Ablauf nicht ganz schlüssig war. Da weiß ich jetzt nicht, ob im Buch Angaben zu den Zeitsprüngen erhalten sind, aber im Hörbuch haben mir Angaben wie "vor einer Woche", "heute" usw. gefehlt. Aber am Ende schließt sich der Kreis und auch wenn es in einer solchen Situation kein Happy End geben kann, kommt es zu einem Abschluss über den man sich seine eigenen Gedanken machen kann.
In seiner Dystopie dreht sich vieles um Moral, Verfall der Gesellschaft, Selbstjustiz, freier Wille und Überleben. Im Prinzip kommt hier nicht viel neues dazu, ähnliche Aussichten bieten bereits andere Weltuntergangs-Bücher und -serien. Menschen haben wohl durchweg eine dunkle Seite in sich und am Ende überlebt nur, wer diese freilässt.
Für mich war es ein kurzweiliges Hörvergnügen, die beiden Sprecher Oliver Siebeck und Jenny Laura Bischoff, haben eine ruhige Sprechweise und haben die Stimmung der Charaktere gut eingefangen. Allerdings konnten die Charaktere selbst nicht zu viel Tiefe aufweisen, was bei einer Kurzgeschichte auch nicht erwartet werden kann. Was jedoch rüber kam, ist der innere Kampf zwischen dem Wunsch sich nicht zu verlieren und dennoch mit der neuen Situation umzugehen und sich anzupassen. Bis zum Schluss ist unklar wie dieser Kampf für Will ausgehen wird.
Am Anfang musste ich mich erst in die unterschiedlichen Szenen einhören, weil mir der zeitliche Ablauf nicht ganz schlüssig war. Da weiß ich jetzt nicht, ob im Buch Angaben zu den Zeitsprüngen erhalten sind, aber im Hörbuch haben mir Angaben wie "vor einer Woche", "heute" usw. gefehlt. Aber am Ende schließt sich der Kreis und auch wenn es in einer solchen Situation kein Happy End geben kann, kommt es zu einem Abschluss über den man sich seine eigenen Gedanken machen kann.