Rache oder Gerechtigkeit?
Der erfolgreichste Krimiautor aus Norwegen hat in seinem neuen Roman eine neue Seite seines Schreibens aufgeschlagen. Mit "Insel der Ratten" zeigt er einen gesellschaftskritischen Roman, der der Frage nachgeht, ob der Mensch des Menschen Wolf wird, wenn man ihm seine Lebensgrundlagen entzieht. Die Frage von Anstand und Moral und einem innewohnenden Gerechtigkeitssinn steht gegen Überlebensangst, Gier und der Lust an Aggression und dem Verlangen sich -ohne Angst vor Strafe- über alle Regeln der Gesellschaft hinwegsetzen zu können.
Der Roman beginnt beginnt mit der Schilderung einer kleinen illustren Gesellschaft, die auf dem Dach eines neunzigstöckigen Wolkenkratzers auf einen Helikopter wartet, der sie aus der Gefahrenzone einer kollabierenden Staatsstruktur schaffen soll, in der marodierende Banden von überwiegend jugendlichen Mitgliedern Angst und Schrecken verbreiten. Vorangegangen ist dem Grauen eine Pandemie, die ungenannt bleibt und die so verherrend war, dass sie zu einem Zusammenbruch der gesamten Wrtschaft führte. Die Hauptfiguren des Romans sind Colin Lowe, einer der reichsten Unternehmer des Landes, dessen Sohn Brad als Anführer einer Jugendband in der Stadt sein Unwesen treibt, und sein engster Freund und ehemaliger Anwalt Will. Brad ist mit seiner Gang in das Haus von Will eingebrochen, hat dessen Frau vergewaltigen lassen und die Tochter Amy entführt. Als Amy diese Entführung nicht überlebt, startet Will seinen Rachefeldzug, der aber nicht nur den sinnlosen Tod seiner Tochter rächen will, sondern auch dazu dienen soll, staatliche Gewalt wieder herzustellen und die Moral, Gewissen und Anstand wieder zu errichten. Ein witerer Erzählstrang wird aus der Ich-Perspektive eines Mädchens erzählt, die in der Gang von Brad eine wichtige Funktion einnimmt. Auf dem Cover leuchten die Augen eines Kojoten, der -eigentlich scheu- in dieser zerstörten Gesellschaft die Konfrontation mit dem Menschen nicht mehr scheut und sich sinnbildlich gesehen aus der Deckung traut. Mir hat der Roman gut gefallen und die aufgeworfenen philosophischen Fragen sind nachvollziehbar. Die Szenen der Gewalt nehmen allerdings schon einen sehr breiten Raum ein, daher nur 4 Sterne statt 5.
Der Roman beginnt beginnt mit der Schilderung einer kleinen illustren Gesellschaft, die auf dem Dach eines neunzigstöckigen Wolkenkratzers auf einen Helikopter wartet, der sie aus der Gefahrenzone einer kollabierenden Staatsstruktur schaffen soll, in der marodierende Banden von überwiegend jugendlichen Mitgliedern Angst und Schrecken verbreiten. Vorangegangen ist dem Grauen eine Pandemie, die ungenannt bleibt und die so verherrend war, dass sie zu einem Zusammenbruch der gesamten Wrtschaft führte. Die Hauptfiguren des Romans sind Colin Lowe, einer der reichsten Unternehmer des Landes, dessen Sohn Brad als Anführer einer Jugendband in der Stadt sein Unwesen treibt, und sein engster Freund und ehemaliger Anwalt Will. Brad ist mit seiner Gang in das Haus von Will eingebrochen, hat dessen Frau vergewaltigen lassen und die Tochter Amy entführt. Als Amy diese Entführung nicht überlebt, startet Will seinen Rachefeldzug, der aber nicht nur den sinnlosen Tod seiner Tochter rächen will, sondern auch dazu dienen soll, staatliche Gewalt wieder herzustellen und die Moral, Gewissen und Anstand wieder zu errichten. Ein witerer Erzählstrang wird aus der Ich-Perspektive eines Mädchens erzählt, die in der Gang von Brad eine wichtige Funktion einnimmt. Auf dem Cover leuchten die Augen eines Kojoten, der -eigentlich scheu- in dieser zerstörten Gesellschaft die Konfrontation mit dem Menschen nicht mehr scheut und sich sinnbildlich gesehen aus der Deckung traut. Mir hat der Roman gut gefallen und die aufgeworfenen philosophischen Fragen sind nachvollziehbar. Die Szenen der Gewalt nehmen allerdings schon einen sehr breiten Raum ein, daher nur 4 Sterne statt 5.