Ratten gibt es hier wie dort
Mit Insel der Ratten hat Jo Nesbø eine Dystopie geschaffen, die leichtgängig zu lesen ist, einen neuen Ansatz zeigt und im Großen und Ganzen gefällig ist. Leider holt mich die Erzählung nicht ganz ab.
Nach einer Pandemie zerfällt die Gesellschaft in wohlhabende und mittellose Bürger. Letztere schließen sich zu skrupellosen Gangs zusammen, während die Reichen auf eigene Inseln oder auf ein Kreuzfahrtschiff flüchten. Wir begleiten Will und seine Familie, die einer Gang zum Opfer fällt. Das Buch ist in Rückblenden aus der Sicht von zwei Personen geschrieben. Die von Will und die eines Mädchens aus der Gang. Die Wechsel sind gut gemacht, wobei ich an der Erzählungen des Mädchens mehr interessiert war.
Ein neuer Ansatz ist, dass zwar Anarchie herrscht, jedoch die Gerichte, Polizei und Gefängnisse noch tätig sind. Dieser Umstand ist nett aber irgendwie auch verwirrend und für mich nicht ganz stimmig.
So richtig kann ich auch keinen Zugang zu den einzelnen Charakteren finden. Sie ziehen mich einfach nicht so in den Bann, was ich mir bei Endzeitgeschichten aber wünschen würde. Den schließlich ist es das Auflehnen gegen die brutale Hoffnungslosigkeit, die einen Charakter in solchen Zeiten neu formt. Dieses Kratzen an der Oberfläche ist leider vielleicht auch der Buchlänge geschuldet. Wenn man aber weiß, dass es sich um eine Kurzgeschichte handelt, dann kann man getrost darüber hinwegsehen.
Leider für mich nicht ganz wie erwartet, jedoch solide umgesetzt und flüssig geschrieben.
Nach einer Pandemie zerfällt die Gesellschaft in wohlhabende und mittellose Bürger. Letztere schließen sich zu skrupellosen Gangs zusammen, während die Reichen auf eigene Inseln oder auf ein Kreuzfahrtschiff flüchten. Wir begleiten Will und seine Familie, die einer Gang zum Opfer fällt. Das Buch ist in Rückblenden aus der Sicht von zwei Personen geschrieben. Die von Will und die eines Mädchens aus der Gang. Die Wechsel sind gut gemacht, wobei ich an der Erzählungen des Mädchens mehr interessiert war.
Ein neuer Ansatz ist, dass zwar Anarchie herrscht, jedoch die Gerichte, Polizei und Gefängnisse noch tätig sind. Dieser Umstand ist nett aber irgendwie auch verwirrend und für mich nicht ganz stimmig.
So richtig kann ich auch keinen Zugang zu den einzelnen Charakteren finden. Sie ziehen mich einfach nicht so in den Bann, was ich mir bei Endzeitgeschichten aber wünschen würde. Den schließlich ist es das Auflehnen gegen die brutale Hoffnungslosigkeit, die einen Charakter in solchen Zeiten neu formt. Dieses Kratzen an der Oberfläche ist leider vielleicht auch der Buchlänge geschuldet. Wenn man aber weiß, dass es sich um eine Kurzgeschichte handelt, dann kann man getrost darüber hinwegsehen.
Leider für mich nicht ganz wie erwartet, jedoch solide umgesetzt und flüssig geschrieben.