Realistisch
Eine verheerende Pandemie. Viel Armut. Und eine Jugendgang, die für Unruhe sorgt. Das ist die Ausgangslage in Jo Nesbøs „Insel der Ratten“.
Colin Lowe ist ein reicher Unternehmer. Während auf dem Festland nach der Pandemie Armut und Chaos überwiegt und Straßenbanden die Kontrolle gewinnen, flüchtet Lowe auf seine eigene Insel, die frühere Gefängnisinsel „Insel der Ratten“. Sein Sohn Brad hingegen sorgt auf den Festland mit seiner Bande für Unruhe- unter anderem, in dem er die Tochter des besten Freundes seines Vaters entführt…
Jo Nesbø schildert die Ausgangslage sehr authentisch. Private Helikopter treffen auf bettelnde, hungrige Menschen. Unternehmer fliehen vor Verantwortung und Elend. Diese Verzweiflung ist durchaus realistisch, wenn auch etwas übertrieben dargestellt.
Auch die Charaktere passen zur dystopischen Theorie. Colin repräsentiert die verzweifelten Flüchtigen, während sein Kumpel Will auf dem Festland bleibt, um seiner Familie Halt zu geben. Die Banden rund um Brad und Yvonne sind auch lebensnah dargestellt. Das hier an Brutalität nicht gespart wird, kann ich im gewissen Maße nachvollziehen.
Was mich allerdings gestört hat ist die fehlende Tiefe. Ich hatte den Eindruck, als ob Nesbø nur an der Oberfläche kratzen wollte, obwohl die Themen sehr relevant und durchaus realistisch sind. Schade- mich hätte es durchaus interessiert, mehr über die Charaktere oder gar das Leben der armen Menschen auf dem Festland zu erfahren. So gebe ich den soliden Roman vier Sterne.
Colin Lowe ist ein reicher Unternehmer. Während auf dem Festland nach der Pandemie Armut und Chaos überwiegt und Straßenbanden die Kontrolle gewinnen, flüchtet Lowe auf seine eigene Insel, die frühere Gefängnisinsel „Insel der Ratten“. Sein Sohn Brad hingegen sorgt auf den Festland mit seiner Bande für Unruhe- unter anderem, in dem er die Tochter des besten Freundes seines Vaters entführt…
Jo Nesbø schildert die Ausgangslage sehr authentisch. Private Helikopter treffen auf bettelnde, hungrige Menschen. Unternehmer fliehen vor Verantwortung und Elend. Diese Verzweiflung ist durchaus realistisch, wenn auch etwas übertrieben dargestellt.
Auch die Charaktere passen zur dystopischen Theorie. Colin repräsentiert die verzweifelten Flüchtigen, während sein Kumpel Will auf dem Festland bleibt, um seiner Familie Halt zu geben. Die Banden rund um Brad und Yvonne sind auch lebensnah dargestellt. Das hier an Brutalität nicht gespart wird, kann ich im gewissen Maße nachvollziehen.
Was mich allerdings gestört hat ist die fehlende Tiefe. Ich hatte den Eindruck, als ob Nesbø nur an der Oberfläche kratzen wollte, obwohl die Themen sehr relevant und durchaus realistisch sind. Schade- mich hätte es durchaus interessiert, mehr über die Charaktere oder gar das Leben der armen Menschen auf dem Festland zu erfahren. So gebe ich den soliden Roman vier Sterne.