Viel Dystopie, wenig Tiefe

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Eine Pandemie hat die Gesellschaft zerstört, Gewalt und Chaos bestimmen den Alltag. Während die Reichen sich abschotten, kämpft Will Adams nach einem brutalen Überfall auf seine Familie nur noch für eines: Rache.

Das dystopische Setting ist beklemmend und der schnelle gesellschaftliche Verfall wirkt erschreckend glaubwürdig. Leider bleibt genau dieser spannende Aspekt oft im Hintergrund. Stattdessen setzt die Geschichte sehr stark auf detaillierte Gewaltdarstellungen, die für mich teilweise unnötig drastisch waren.

Auch die Figuren bleiben durch die Kürze des Buches recht oberflächlich, und wer bereits viele Endzeit-Thriller kennt, wird wenig Neues entdecken. War tatsächlich mein erstes Buch von Nesbø und ich bin mir nicht sicher ob ich einem seiner anderen Bücher noch eine Chance geben werde.

Fazit: Düster, schnell lesbar und atmosphärisch, aber zu brutal und zu wenig tiefgründig.