Spannende Fortsetzung mit kleinen Schwächen

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„Irida und das Rätsel der Ruine“ ist eine spannende und atmosphärisch dichte Fortsetzung der Fantasy-Reihe von Markus Heitz, die junge Leserinnen und Leser erneut in eine geheimnisvolle, magische Welt entführt. Im Mittelpunkt steht wieder Irida, die gemeinsam mit ihren Freunden vor neuen Herausforderungen steht und sich einem rätselhaften Geheimnis rund um eine alte Ruine stellen muss. Die Handlung ist von Beginn an spannend angelegt und lebt von einer gelungenen Mischung aus Abenteuer, Magie und Rätseln, die die Fantasie anregen und zum Weiterlesen motivieren. Besonders die geheimnisvolle, mystische Stimmung, die sich durch das gesamte Buch zieht, sorgt dafür, dass man leicht in die Geschichte eintaucht und die Welt lebendig vor Augen hat.

Der Schreibstil ist flüssig, gut verständlich und altersgerecht, sodass sich das Buch sowohl für geübte junge Leserinnen und Leser als auch für gemeinsame Lesezeiten eignet. Themen wie Freundschaft, Mut, Vertrauen und Zusammenhalt werden dabei immer wieder aufgegriffen und sinnvoll in die Handlung eingebettet, ohne belehrend zu wirken. Irida überzeugt als starke Hauptfigur, die trotz Unsicherheiten wächst und Verantwortung übernimmt, während ihre Begleiter die Geschichte durch unterschiedliche Charaktereigenschaften bereichern.

Ein kleines Manko ist, dass der zweite Band deutlich auf dem ersten Teil aufbaut. Wer den Auftakt nicht kennt, könnte sich zu Beginn etwas schwerer tun, da viele Hintergründe und Beziehungen vorausgesetzt werden. Zudem bleiben einige Nebenfiguren eher klar in ihren Rollen verankert und hätten stellenweise noch mehr Tiefe oder Entwicklung vertragen. Auch das Erzähltempo ist stellenweise sehr geradlinig, was zwar gut zur Zielgruppe passt, an manchen Punkten aber etwas mehr Überraschung erlaubt hätte.

Insgesamt ist „Irida und das Rätsel der Ruine“ jedoch eine gelungene Fortsetzung, die mit Spannung, einer stimmungsvollen Fantasywelt und sympathischen Figuren überzeugt. Kleine Schwächen in der Charaktertiefe und die starke Bindung an den ersten Band verhindern die volle Punktzahl, doch für junge Fantasy-Fans ist dieses Buch definitiv eine klare Leseempfehlung.