Spannender als der erste Band

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holdesschaf Avatar

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Nachdem Irida und ihre Freunde die erste große Gefahr überstanden haben, bleibt da immer noch ein großes Trollproblem. Die übrigen Trolle arbeiten immer noch an ihrem Plan, die Anderswelt zu übernehmen und setzen dafür eine alte Bekannte auf Iridas Bruder an. Der scheint wie Irida eine besondere Verbindung dorthin zu haben. Allerdings erschweren ein paar Unbekannte im Ort die Ermittlungen und eine alte Ruine gibt Rätsel auf.

Das Cover und der Farbschnitt sind zugegeben wieder echt ein Highlight. Und sie sind nicht umsonst düsterer und bedrohlicher als beim ersten Band. Denn genauso verdichtet sich auch die Geschichte zu einem gefährlichen Wettlauf zwischen Iridas Clique und den Trollen, die unbedingt einen Zugang zur Anderswelt finden wollen. Einige Szenen sind geradezu schaurig, fast beängstigend und es wird brutaler, als ich es mir vorgestellt hatte. Um die Stadt scheint es vor magischen Orten und Legenden nur so zu wimmeln. Hinzu kommen neue Nebenfiguren, deren Absichten man kaum abschätzen kann. Freundlich wirken sie auf gar keinen Fall. Auch Iridas Erzfeindin und ihr Bruder werden in das Geschehen hineingezogen. Erstere fand ich anfangs etwas klischeehaft, doch dann überrascht sie mich mit einer Entwicklung, die ich gar nicht für möglich gehalten hatte.

Die Trolle sind eine miese Truppe, allesamt unsympathische Ekel, die man jedoch nur oberflächlich kennenlernt. Gefallen hat mir, dass die Geschichte aus wechselnden Perspektiven erzählt wird, wobei ich gerade den Teil der Elfen interessant fand, der langsam etwas Licht ins Dunkel bringt. Mit den jungen Elfen kann man super mitfühlen. Ein weiterer positiver Aspekt des Buches ist, dass die Freundschaft weiterhin hochgehalten wird. Allerdings ist es immer noch so, dass Jeremys hanebüchende Fehler beim Deutschsprechen immer noch zu oft korrigiert werden. Das stört für mich absolut den Lesefluss. Ebenso wie Jinjins Wiederholungen vom schrägen Onkel. Das ist einfach zu viel. Teilweise finde ich den Text auch unnötig sperrig und die Zusammenhänge für die Zielgruppe doch recht komplex und vielleicht sogar angsteinflößend, wenn die jungen Leser*innen zarter besaitet sind. Ansonsten fand ich das Buch überraschend gut und viel spannender als den ersten Band. Das gibt aber immerhin gute 4 Sterne.