Eine Enkels auf der Suche nach ihren Wurzeln!

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davidpohl Avatar

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In ihrem Debütroman erzählt Miriam Burdelski die berührende Geschichte der jungen Liesel, die in einer deprimierenden, lethargischen WG mit ihrer psychisch labilen Mutter Melanie lebt. Halt gibt ihr nur ihre demenzkranke Großmutter Emmi. Um Emmis schwindende Erinnerungen noch einmal wachzurufen, plant Liesel eine abenteuerliche Reise: Sie will die 1.600 Kilometer lange Fluchtstrecke ihrer Oma rückwärts reisen – bis in ein kleines polnisches Dorf an der Grenze zu Kaliningrad. Finanziert durch einen unkomplizierten Job in der Waschanlage und Emmis geheimes Erspartes, begibt sie sich auf die Suche nach einer im Garten vergrabenen Familienkiste. Ein Prolog blickt zudem bereits auf eine spätere Begegnung mit einer geheimnisvollen älteren Dame namens Rosa und deren imposante Altbauwohnung voraus.

Ein wunderbar feinfühliger, melancholischer und zugleich angenehm unaufgeregter Romanauftakt. Burdelski fängt die Sehnsucht nach familiären Wurzeln und die leise Tristesse des Alltags mit einer ergreifenden Nahbarkeit ein, die sofort im Gedächtnis bleibt!