Lakonisch
Welch ein eigenartiger, anrührender Erzähleinstieg! Da ist der typisch flapsige Tonfall einer sehr jungen Frau, der aber nicht verhehlen will, dass es eine Bindung gibt, die leise weiterwirkt, auch wenn die Erinnerung an eine liebevolle Beziehung inzwischen überlagert wird vom Verdämmern eines wirklich alten Menschen. Die Frustration hingegen über das fruchtlose Nebeneinander mit der passiven Mutter versteht die Icherzählerin überzeugend zu verdrängen. Die Gedächtniswallfahrt in Heimat und Vergangenheit der geliebten Großmutter stellt ein Projekt dar, das der Erzählerin Kraft verleiht, einen Motor darstellt, der sie vorantreibt. Eine vielversprechende Lektüre!