Scheinbar idyllisch, verdammt ehrlich.

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fönbo Avatar

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Miriam Burdelski wirft die Leserin / den Leser in der Leseprobe zu "Ist doch schön hier" direkt in eine vermeintlich perfekte Sommer- und Urlaubsidylle, unter deren Oberfläche jedoch gewaltige Risse lauern.

Die Autorin fängt das ungemütliche Gefühl von familiären Erwartungen und unterschwelligen Konflikten meisterhaft ein, während sie mit unaufgeregtem, präzisem Schreibstil die kleinen Absurditäten des Miteinanders seziert. Jede Figur bringt eigene Päckchen, Enttäuschungen und unausgesprochene Wahrheiten mit, wodurch das langsame Bröckeln des "schönen Scheins" spürbar wird.

Die Dialoge wirken erfrischend echt und kommen völlig ohne künstliches oder lautes Drama aus. Zwischen den Zeilen schwingt eine feine Mischung aus humorvoller Tragik, Melancholie und schmerzhafter Ehrlichkeit mit. Diese dichte Atmosphäre sorgt schnell für einen leisen, aber intensiven Sog.

Eine kluge, psychologisch tiefgründige und berührende Gesellschafts- und Familiengeschichte.

Dieser authentische Vorgeschmack ist ein absoluter Geheimtipp.