Spuren

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therealmike Avatar

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Die Leseprobe hat mich sofort neugierig gemacht, weil diese große Altbauwohnung nicht einfach nur ein Ort ist, sondern voller Erinnerungen, Geheimnisse und vergangener Leben steckt. Rosa wirkt durch ihre Wohnung schon präsent, bevor man sie richtig kennenlernt. Überall stehen Bücher, Fotos, Figuren, alte Kalender und Dinge, die scheinbar niemand wegwerfen konnte. Gerade dadurch entsteht eine besondere Stimmung. Besonders mochte ich die Erzählstimme, weil sie ehrlich, direkt und manchmal sehr trocken ist. Die Beobachtungen über Altbauwohnungen, alte Menschen, Staub und all die gesammelten Gegenstände sind witzig, aber darunter liegt auch viel Einsamkeit und Schmerz. Man merkt, dass die Erzählerin nach Hinweisen sucht, nicht nur in Rosas Wohnung, sondern auch in ihrer eigenen Geschichte. Die Szenen am Flügel und die Erinnerungen an Emmi haben mich besonders berührt, weil da plötzlich Trauer, Musik und Zugehörigkeit zusammenkommen. Für mich klingt das nach einer ruhigen, klugen und sehr atmosphärischen Geschichte über Familie, Erinnerung, Verlust und die Frage, was von einem Leben bleibt, wenn man beginnt, in alten Spuren zu suchen.