Berührt

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raschke64 Avatar

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Liesel ist 19 und arbeitet in einer Waschanlage, ohne Schulabschluss, ohne Pläne und bei ihrer Mutter lebend. Diese verlässt kaum das Haus und macht auch im Haushalt so gut wie nichts. Dann gibt es noch Emmi, Liesels Oma. Sie lebt im Pflegeheim, weil sie stark dement ist. Trotzdem erzählt sie immer mal wieder von ihrer Kindheit in Ostpreußen. Irgendwann beschließt Liesel, dass sie das Dorf ihrer Oma besuchen will. Völlig ungeplant wird sie von Jascha, einem polnischen Altenpfleger, und letztendlich ihrer Oma begleitet. Die Reise ist ganz anders, als sie sich vorgestellt hat

Das Buch berührt sehr. Und das auf verschiedenen Ebenen. Da ist z. B. die sehr genaue Beschreibung der Demenz von Emmi, ihres Verhaltens und den Schwierigkeiten, die Angehörige damit haben. Das kann ich extrem gut nachvollziehen. Teile davon habe ich selbst erlebt. Auf der anderen Seite gibt es die Vergangenheit von Emmi und die extrem schwierige Mutter. Zwischenzeitlich hatte ich teilweise etwas Wut auf diese Figuren, weil sie zum Teil so gar nicht gut für und mit Liesel waren. Doch die Autorin schafft es, diese Geschichten sehr berührend zu schreiben. Man ist immer im Geschehen drin und dabei. Und die Auflösung und die Gründe, warum alles so gekommen ist, sind sehr verständlich und sehr nachvollziehbar. Ich kann absolut nur eine Leseempfehlung aussprechen.