Erinnerungsreise nach Polen
Liesel liebt ihre Oma innig, hat zu ihr ein herzliches Verhältnis, dagegen ist ihre Mutter unwichtig. Die drei haben immer zusammen gewohnt - die patente Emmi, die unselbständige Melanie und Liesel, die nicht recht weiß, wie ihr Leben weitergehen soll. Emmi ist inzwischen als dement in einem Pflegeheim untergebracht. Liesel möchte Emmis bruchstückhafte Jugend- und Ostpreußen-Erinnerungen wiederbeleben, die geheimnisvoll klingen. Mit dem polnischen Altenpfleger Jascha, der zu allem ein unkompliziertes Verhältnis hat, und ihrer Oma bricht Liesel Hals über Kopf nach Polen auf. Unterwegs geht vieles schief, aber sie macht wichtige neue Erfahrungen, was Familie oder Heimat heißt.
Im ständigen Zusammensein mit Emmi und tiefgehenden Gesprächen wird Liesel einiges klar. Beide Frauen haben ohne Mann ihr Kind aufgezogen: Liesels Teenagermutter und eben die Oma Emmi, die bei der Erziehung ihrer Enkelin alles richtig machen wollte, was sie bei Melanie falsch gemacht hat. Liesel wird bewusst, dass sie Emmis Sicht der Dinge und auch deren Urteil über ihre "unzuverlässige" Mutter übernommen hat, und sie bekommt Schuldgefühle gegenüber ihrer Mutter, die keine Chance hatte. Sie revidiert ihre Meinung, und will zurück nach Hause. Aber dann grätscht das Schicksal dazwischen und ... irgendwann ist es eben zu spät, noch etwas gutzumachen.
Miriam Burdelski hat eine flotte Schreibweise, die einem die Lebenseinstellung der Protagonisten direkt nahebringt, sodass ich mich schnell in die Charaktere einfühlen konnte. Die Geschichte entwickelt sich in ziemlich hohem Tempo. Man ist gespannt, was als Nächstes passiert. Die angenehm kurzen Kapitel erleichtern das Lesen.
Im ständigen Zusammensein mit Emmi und tiefgehenden Gesprächen wird Liesel einiges klar. Beide Frauen haben ohne Mann ihr Kind aufgezogen: Liesels Teenagermutter und eben die Oma Emmi, die bei der Erziehung ihrer Enkelin alles richtig machen wollte, was sie bei Melanie falsch gemacht hat. Liesel wird bewusst, dass sie Emmis Sicht der Dinge und auch deren Urteil über ihre "unzuverlässige" Mutter übernommen hat, und sie bekommt Schuldgefühle gegenüber ihrer Mutter, die keine Chance hatte. Sie revidiert ihre Meinung, und will zurück nach Hause. Aber dann grätscht das Schicksal dazwischen und ... irgendwann ist es eben zu spät, noch etwas gutzumachen.
Miriam Burdelski hat eine flotte Schreibweise, die einem die Lebenseinstellung der Protagonisten direkt nahebringt, sodass ich mich schnell in die Charaktere einfühlen konnte. Die Geschichte entwickelt sich in ziemlich hohem Tempo. Man ist gespannt, was als Nächstes passiert. Die angenehm kurzen Kapitel erleichtern das Lesen.