Familie, Erinnerungen, Vergessen- Verdrängen, Heimat
Was für eine Wahnsinnsgeschichte! Liesel hat gerade das Abitur bestanden, Geld beim Jobben zusammengespart und nun macht sie sich zusammen mit ihrer Oma Emmi auf den Weg ins ehemalige Ostpreußen. Sie möchte die Fluchtstrecke ihrer Großmutter zurückreisen bis hin in ihr Heimatdorf und dabei Emmis Erinnerungen wecken. Diese sind nämlich mehr und mehr durch die fortschreitende Demenz verschüttet. Liesel ist mit ihrer Mutter und der Oma in sehr einfachen und eher schwierigen Verhältnissen aufgewachsen Die Mutter hatte stets mit ihren eigenen Problemen zu tun, daher war Emmi immer ihre engste Bezugsperson. " Emmi war immer für mich da. Sie hat mit mir gespielt, mich getragen und getröstet. ... Emmi hat mir Brote geschmiert, mich abends ins Bett gebracht und mir Geschichten von Störchen und Pferden erzählt." Von dieser Fürsorge und Liebe möchte Liesel der Oma etwas zurückgeben. Gern will sie ihr
"altes Lachen" wieder hervorzaubern. "Emmi ist alles für mich - Mama, Papa, Oma."
Mir gefällt sehr an dem Roman, dass
1. die Geschichte generationsübergreifend ist
Es ist eine Geschichte in der jung und alt eine gleichberechtigte Rolle spielen. Das gegenseitige voneinander Profitieren von jung und alt gefällt mir sehr. Schade, dass das in der Realität leider selten so gut klappt. Was könnte das für uns alle für eine Bereicherung sein! " Alte Menschen brauchen junge um sich herum. Und umgekehrt! Was das in Gang setzt!"
2. der Roman authentisch ist
Die Autorin hat autobiographische Aspekte eingebaut, das lässt den Roman sehr realitätsnah wirken.
3. Miriam Burdelski einen sehr flüssigen und angenehmen Schreibstil hat. Ich habe das Buch begonnen und in einem Rutsch durchgelesen.
4. Die Geschichte eins meiner Lieblingsthemen behandelt, nämlich welchen Einfluss unsere persönliche Historie auf unser jetziges Leben hat. Ich bin der festen Meinung, dass wir von der Vergangenheit unserer Eltern und Großeltern maßgeblich geprägt werden. Die Herkunft bestimmt sicherlich einen Teil unseres Seins, wenn auch manchmal nur unbewusst.
5. die Personen allesamt sehr liebenswert sind. Jascha ist toll. Jeder sollte so einen optimistischen, liebenswerten, lustigen und praktisch veranlagten Freund haben.
Außerdem sind so unterschiedliche Protagonisten im Fokus - ein bunter Strauß an verschiedenen Menschen und Lebensweisen.
6. es trotz dem ernsten Thema auch einige sehr amüsante Passagen gibt. Die Oma aus dem Altenheim stehlen, finde ich z B. sehr lustig oder die Karussellszene hat mich auch sehr zum Schmunzeln gebracht. Auch der Jascha- Humor ist Spitze!
7. es um die Frage nach "Heimat" geht. Was ist Heimat? Da wo wir herkommen? Da wo wir sind? Da wo wir uns wohlfühlen? Menschen, die uns vertraut und wichtig sind? Menschen die wir lieben bzw. die uns lieben? Dinge, an denen wir uns festklammern, um Erinnerungen zu bewahren? Eine Mischung aus allem? Ich mag die Denkanstöße, die dieser Roman dazu liefert.
8. er bis ganz zum Schluss interessant, spannend und nicht vorhersehbar bleibt.
Ich hätte mir gern hinten im Buch eine Flucht- und Reiseroute gewünscht - mit Einzeichnung der ehemaligen Provinz von Ostpreußen.
Der Roman ist im Blessingverlag erschienen.
Das Cover finde ich sehr gelungen. Ein weitläufiger Strand - wie eine ehemalige weitläufige Region. Ein schöner Ostseesandstrand und am Horizont drei Personen, von denen man natürlich nach dem Lesen weiß, um wen es sich handelt. Es wird soviel von Störchen und Pferden in Ostpreußen geschrieben, dass ich es schön finde, auf dem Cover die Ostsee zu sehen. "Ist doch schön hier" empfehle ich allen, die gerne Familiengeschichten lesen. Begebt euch auf eine Reise in die Vergangenheit, damit ihr die Gegenwart verstehen könnt. Vielen Dank für diesen schönen Roman! Auch heute noch ist Vertreibung und Flucht- sowie deren Auswirkungen - ein sehr aktuelles Thema!
"altes Lachen" wieder hervorzaubern. "Emmi ist alles für mich - Mama, Papa, Oma."
Mir gefällt sehr an dem Roman, dass
1. die Geschichte generationsübergreifend ist
Es ist eine Geschichte in der jung und alt eine gleichberechtigte Rolle spielen. Das gegenseitige voneinander Profitieren von jung und alt gefällt mir sehr. Schade, dass das in der Realität leider selten so gut klappt. Was könnte das für uns alle für eine Bereicherung sein! " Alte Menschen brauchen junge um sich herum. Und umgekehrt! Was das in Gang setzt!"
2. der Roman authentisch ist
Die Autorin hat autobiographische Aspekte eingebaut, das lässt den Roman sehr realitätsnah wirken.
3. Miriam Burdelski einen sehr flüssigen und angenehmen Schreibstil hat. Ich habe das Buch begonnen und in einem Rutsch durchgelesen.
4. Die Geschichte eins meiner Lieblingsthemen behandelt, nämlich welchen Einfluss unsere persönliche Historie auf unser jetziges Leben hat. Ich bin der festen Meinung, dass wir von der Vergangenheit unserer Eltern und Großeltern maßgeblich geprägt werden. Die Herkunft bestimmt sicherlich einen Teil unseres Seins, wenn auch manchmal nur unbewusst.
5. die Personen allesamt sehr liebenswert sind. Jascha ist toll. Jeder sollte so einen optimistischen, liebenswerten, lustigen und praktisch veranlagten Freund haben.
Außerdem sind so unterschiedliche Protagonisten im Fokus - ein bunter Strauß an verschiedenen Menschen und Lebensweisen.
6. es trotz dem ernsten Thema auch einige sehr amüsante Passagen gibt. Die Oma aus dem Altenheim stehlen, finde ich z B. sehr lustig oder die Karussellszene hat mich auch sehr zum Schmunzeln gebracht. Auch der Jascha- Humor ist Spitze!
7. es um die Frage nach "Heimat" geht. Was ist Heimat? Da wo wir herkommen? Da wo wir sind? Da wo wir uns wohlfühlen? Menschen, die uns vertraut und wichtig sind? Menschen die wir lieben bzw. die uns lieben? Dinge, an denen wir uns festklammern, um Erinnerungen zu bewahren? Eine Mischung aus allem? Ich mag die Denkanstöße, die dieser Roman dazu liefert.
8. er bis ganz zum Schluss interessant, spannend und nicht vorhersehbar bleibt.
Ich hätte mir gern hinten im Buch eine Flucht- und Reiseroute gewünscht - mit Einzeichnung der ehemaligen Provinz von Ostpreußen.
Der Roman ist im Blessingverlag erschienen.
Das Cover finde ich sehr gelungen. Ein weitläufiger Strand - wie eine ehemalige weitläufige Region. Ein schöner Ostseesandstrand und am Horizont drei Personen, von denen man natürlich nach dem Lesen weiß, um wen es sich handelt. Es wird soviel von Störchen und Pferden in Ostpreußen geschrieben, dass ich es schön finde, auf dem Cover die Ostsee zu sehen. "Ist doch schön hier" empfehle ich allen, die gerne Familiengeschichten lesen. Begebt euch auf eine Reise in die Vergangenheit, damit ihr die Gegenwart verstehen könnt. Vielen Dank für diesen schönen Roman! Auch heute noch ist Vertreibung und Flucht- sowie deren Auswirkungen - ein sehr aktuelles Thema!