Lücken fühlen und füllen
Die Abiturientin Liesel, aufgewachsen mit ihrer alleinerziehenden depressiven Mutter und der Oma, die mittlerweile dement ist, beschließt zum erstenmal in ihrem eher trostlosen Leben eine Reise zu machen. Ziel ist dabei nicht Spanien oder Italien, sondern ein Ort, den es nicht mehr gibt im ehemaligen Ostpreußen. Sie hofft, auf der Reise in die Heimat ihrer Großmutter die Leerstellen ihrer Biographie zu füllen und findet so einiges, was sie nicht erwartet hätte.
Was wie der Roadtrip einer herrlich unprätentiösen Protagonistin beginnt, ist so viel mehr als das. Es ist ein vielschichtiger Roman über Familie und deren Geheimnisse, über Liebe und Lieblosigkeit, über Trauma und Heilung. Es geht um Armut und Care-Arbeit, um Einsamkeit und Zusammenhalt.
Dieser Roman liest sich so anders als alles, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Er ist so rührend und aufwühlend und gleichzeitig eine sehr geschmeidige Lektüre, die niemals ins Kitschige abgleitet.
Ich wünschte, meine eigene Oma würde noch leben und ich wünschte, ich wäre auch nur im Ansatz so eine gute Enkelin wie Liesel gewesen, aber "Ist doch schön hier" hat mich auch gelehrt, dass es wichtig ist, seinen Frieden mit den Fehlern der Vergangenheit zu machen.
Zusammen mit den Riesinnen von Hannah Häffner mein absolut unerwarteter Lesehöhepunkt des Jahres!
Was wie der Roadtrip einer herrlich unprätentiösen Protagonistin beginnt, ist so viel mehr als das. Es ist ein vielschichtiger Roman über Familie und deren Geheimnisse, über Liebe und Lieblosigkeit, über Trauma und Heilung. Es geht um Armut und Care-Arbeit, um Einsamkeit und Zusammenhalt.
Dieser Roman liest sich so anders als alles, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Er ist so rührend und aufwühlend und gleichzeitig eine sehr geschmeidige Lektüre, die niemals ins Kitschige abgleitet.
Ich wünschte, meine eigene Oma würde noch leben und ich wünschte, ich wäre auch nur im Ansatz so eine gute Enkelin wie Liesel gewesen, aber "Ist doch schön hier" hat mich auch gelehrt, dass es wichtig ist, seinen Frieden mit den Fehlern der Vergangenheit zu machen.
Zusammen mit den Riesinnen von Hannah Häffner mein absolut unerwarteter Lesehöhepunkt des Jahres!