Mehr als nur ein Roadtrip

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hanseidig Avatar

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Als die 19-jährige Liesel beschließt, die masurische Heimat ihrer Oma Emmi zu besuchen, ahnt sie nicht, dass sie am Ende vor allem sich selbst finden wird.

Mit ihrem frisch bestandenen Abitur in der Tasche schlägt sich Liesel genervt durch den Alltag und finanziert ihr Leben mit einem Job in einer Autowaschanlage. Sie teilt sich eine kleine Wohnung mit ihrer Mutter Melanie, die ihr eigenes Leben kaum auf die Reihe bekommt. Bis vor Kurzem lebte auch Oma Emmi noch bei ihnen. Doch Emmi musste in ein Pflegeheim umziehen, wo sie nun immer tiefer in die Demenz gleitet. Mit „Ist doch schön hier“ hat Miriam Burdelski eine zutiefst zu Herzen gehende Geschichte geschrieben, die lange nachwirkt.

Liesel will endlich Licht ins Dunkel ihrer Familiengeschichte bringen. Zwar erzählt Oma Emmi oft von der Flucht aus Ostpreußen, doch ihre Berichte bleiben bruchstückhaft – nicht zuletzt wegen ihrer fortschreitenden Demenz. Als plötzlich Namen von Personen auftauchen, die Liesel überhaupt nicht zuordnen kann, fasst sie einen Entschluss: Sie reist selbst in die Vergangenheit. Dass Emmi sie dabei begleiten würde, war absolut nicht geplant. Doch als sich auch noch der polnische Pfleger Jascha anbietet, die beiden zu fahren, wird aus Liesels Spurensuche ein ungeplanter, turbulenter Roadtrip.
Auch wenn Liesel am Ende viele schmerzhafte Wahrheiten über ihre Familie erfährt, startet sie gestärkt in ihre eigene Zukunft. Die Erkenntnis, dass sie nicht allein dasteht, entschädigt sie für jeden beschwerlichen Kilometer.

Mich hat das Buch absolut begeistert und meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Miriam Burdelski mischt emotionale Tiefgründe mit humorvollen Momenten, packt eine prickelnde Liebesgeschichte obendrauf und lässt eine Protagonistin heranreifen, die endlich Klarheit findet. Ein absolut gelungenes Buch, das ich von ganzem Herzen empfehlen kann!