Spannender Roadtrip in die Vergangenheit

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mkolkmann Avatar

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Miriam Burdelski präsentiert in „Ist doch schön hier“ einen beeindruckenden Roman über die großen Fragen des Lebens, zugleich ist das Buch sehr kurzweilig und X geschrieben. Im Buch stehen Menschen im Vordergrund, die keine Schlagzeilen machen, die nicht im Licht der Öffentlichkeit stehen. Und die uns vielleicht gerade deshalb mehr zu sagen haben als prominente Protagonisten der Zeitgeschichte.

Im Fokus stehen die 19jährige Liesel, die nach dem Abi unschlüssig ist, wie es weitergehen soll, und ihre an Demenz erkrankte Großmutter, die mittlerweile in einem Pflegeheim lebt. Aber auch die lethargisch agierende Mutter von Liesel ist zentraler Bestandteil der in diesem Buch erzählten Geschichte.

So begibt sich Liesel zusammen mit Emmi und deren Pfleger Jascha auf die Suche nach Antworten. Eine spannende Reise in das ehemalige Ostpreußen beginnt. Auf dieser Reise stehen drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen im Fokus, und so wird eine vielgestaltige Geschichte erzählt.

Deutlich wird, wie in diesen verschiedenen Generationen mit den Themen Herkunft und Heimat (aber auch mit Erkrankungen wie Demenz) umgegangen wird. Der Blick richtet sich in „Ist doch schön hier“ nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch in die Gegenwart, indem die Frage, wie wir heute leben (wollen), ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt wird. Gerade die Verknüpfung der verschiedenen Ebenen – Flucht und Vertreibung dort, der Roadtrip durch Polen hier – macht das Buch zu einem Leseerlebnis.

Entstanden ist auf diese Weise ein Buch, dessen Erzählung noch lange nachhallt. Unbedingte Leseempfehlung!