Zwischen Buchseiten, Kameras und echten Gefühlen

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
blubb2303 Avatar

Von



„Jede Seite an dir“ von Jana Crämer hat mich vor allem deshalb so angesprochen, weil die Geschichte nicht einfach nur eine klassische Liebesgeschichte ist. Im Mittelpunkt steht Romy, die ihre Buchhandlung liebt und in ihr einen sicheren Rückzugsort gefunden hat. Als ihr Mietvertrag gekündigt wird, gerät diese kleine, vertraute Welt plötzlich ins Wanken. Ausgerechnet Max, ein charismatischer Social-Media-Star, wird dabei zu ihrer Chance, den Laden zu retten. Für ihn sind Bücher zunächst eher eine schöne Kulisse für seine Kampagne – für Romy sind sie ein Teil ihres Lebens.

Ich mochte besonders, wie Jana Crämer diese beiden unterschiedlichen Welten aufeinanderprallen lässt. Hier die ruhige, eher zurückhaltende Romy, die sich hinter ihren Büchern versteckt, dort Max, der scheinbar in einer Welt lebt, in der alles perfekt aussehen muss. Doch je näher sich die beiden kommen, desto deutlicher wird, dass hinter den jeweiligen Fassaden viel mehr steckt. Gerade die Frage, was echt ist und was nur für andere inszeniert wird, zieht sich schön durch die Geschichte.