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ina.liest Avatar

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Das Cover von „Jede Seite an dir“ ist auf den ersten Blick eher schlicht gehalten, aber genau das gefällt mir. Es wirkt ruhig, schön und passend zur Geschichte, ohne dabei überladen zu sein. Für mich ist es ein Cover, das neugierig macht und gleichzeitig schon ein bisschen erahnen lässt, dass sich hinter den Seiten eine emotionale Geschichte verbirgt.
„Jede Seite an dir“ war mein erstes Buch von Jana Krämer und ich muss sagen, dass es mich definitiv in seinen Bann gezogen hat. Besonders schnell konnte ich eine Verbindung zu Romy aufbauen, weil ich mich in vielen ihrer Gedanken und Gefühle sehr gut wiederfinden konnte. Gerade ihre Beziehung zu ihrer Leidenschaft hat mich dabei besonders berührt. Ich weiß selbst, welchen Schaden es anrichten kann, wenn etwas, das einem wirklich viel bedeutet, von anderen ins Lächerliche gezogen oder nicht ernst genommen wird. Auch wenn solche Kommentare für die andere Person vielleicht nur wie ein kleiner Spruch wirken, können sie sich nachhaltig festsetzen und beeinflussen, wie man selbst auf seine Interessen und auf sich selbst blickt. Genau dieses Gefühl hat Jana Krämer für mich sehr nachvollziehbar dargestellt.
Romy ist dadurch eine Protagonistin, deren Geschichte ich nicht einfach nur gelesen, sondern auch emotional miterlebt habe. Ich konnte ihre Unsicherheiten verstehen und nachvollziehen, warum bestimmte Situationen für sie schwieriger waren, als sie vielleicht von außen gewirkt haben. Gleichzeitig fand ich es schön zu sehen, wie sie sich im Laufe der Geschichte entwickelt und langsam wieder mehr zu sich selbst findet. Gerade diese persönliche Entwicklung hat für mich einen großen Teil des Charmes der Geschichte ausgemacht.
Auch die Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen. Sie hat für mich genau die richtige Mischung aus schönen, gefühlvollen Momenten und den Herausforderungen, die eine Beziehung eben mit sich bringen kann. Ich mochte es besonders, dass die Gefühle nicht einfach plötzlich da waren, sondern sich nach und nach entwickelt haben und dadurch für mich glaubwürdig wirkten. Die beiden haben eine Dynamik, die ich sehr gerne verfolgt habe, und es gab einige Momente, bei denen ich einfach nur weiterlesen wollte, weil ich wissen musste, wie es weitergeht.
Was mir außerdem gefallen hat, ist, dass das Buch nicht ausschließlich von der Liebesgeschichte lebt. Es geht um viel mehr: um Leidenschaft, Selbstzweifel, Verletzungen, Freundschaft, persönliche Entwicklung und darum, wieder Vertrauen in sich selbst zu finden. Dadurch hatte die Geschichte für mich eine schöne Tiefe. Besonders die Verbindung zwischen Romys Vergangenheit und ihrer Gegenwart fand ich gelungen, weil dadurch verständlich wurde, warum sie bestimmte Dinge so empfindet und weshalb manche Situationen für sie besonders schwer sind.
Und ich muss ganz ehrlich sagen: Dieses Buch geht definitiv ins Herz. Es gab mehrere Stellen, an denen ich schlucken musste und bei denen meine Gefühle ziemlich Achterbahn gefahren sind. Jana Krämer schafft es, emotionale Themen anzusprechen, ohne dass sie für mich künstlich oder übertrieben gewirkt haben. Gerade deshalb konnten mich manche Szenen umso mehr treffen. Wer bei Büchern schnell emotional wird, sollte hier definitiv Taschentücher bereithalten.
Insgesamt hat mich „Jede Seite an dir“ positiv überrascht. Als erstes Buch von Jana Krämer hat es definitiv dafür gesorgt, dass ich neugierig auf weitere Geschichten der Autorin geworden bin. Ich mochte die Figuren, die emotionale Handlung und besonders die Themen, die hinter der Geschichte stecken. Romy konnte ich sehr gut verstehen und gerade deshalb ist mir ihre Geschichte besonders nahegegangen.
Für mich ist „Jede Seite an dir“ eine gefühlvolle Geschichte über Liebe, Leidenschaft und den Mut, wieder an sich selbst zu glauben. Es ist ein Buch, das zeigt, wie sehr Worte von anderen Menschen nachwirken können, aber auch, dass man sich davon nicht für immer bestimmen lassen muss. Die Geschichte hat mich berührt, an einigen Stellen zum Nachdenken gebracht und gleichzeitig wunderschöne Lesemomente geschenkt. Wer emotionale Liebesgeschichten mag und gerne Charaktere begleitet, die sich persönlich weiterentwickeln, sollte sich dieses Buch meiner Meinung nach genauer anschauen. Von mir gibt es auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung und ich werde Jana Krämer definitiv im Auge behalten.
Schön fand ich, dass sich die Geschichte trotz der emotionalen Themen leicht lesen ließ. Ich bin durch die Seiten geflogen und hatte nie das Gefühl, dass sich etwas unnötig in die Länge zieht. Dadurch konnte ich in Romys Welt eintauchen und ihre Geschichte mit Gefühl verfolgen.