Emotional

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krani Avatar

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Die Einstiegsszene schockiert. Wir erleben mit, wie Romy in der Schule gemobbt wird, was ihrem Leben und ihrem Selbstgefühl eine tiefe Wunde zufügt. Ein Jahrzehnt später arbeitet sie in der Buchhandlung ihres Großvaters, aber dem Laden droht das Ende. Ausgerechnet der Social-Media-Star Max bietet Hilfe an.
Romy ist sehr glaubhaft als Verletzte, die eine große Scheu vor Menschen entwickelt hat. Das ist kein Zufall, denn die Autorin weiß, wovon sie redet. Sie hatte selbst unter Mobbing zu leiden. Heute engagiert sie sich gegen Mobbing im Internet und macht Lesungen in Schulen.
Romy muss sich ihrer Menschenscheu stellen, eine große Herausforderung. Es ist schwer zu glauben, dass sie sich ausgerechnet in Max verliebt. Aber das tut sie.
Max dagegen wirkt zunächst ein wenig zu glatt. Doch auch er hat eine Last zu tragen. So scheinen die beiden doch ein wenig zusammen zu passen. Die Liebesgeschichte, die sich entwickelt, ist dramatisch und schön erzählt, wenn auch vorhersehbar.
Die Auflösung wiederum erschien mir konstruiert. Hier hatte ich den Eindruck, dass die Autorin ihrem Engagement gegen Mobbing noch einen weiteren Aspekt hinzufügen wollte. Überflüssig.
Digitale Medien spielen eine zentrale Rolle. Die Schwester lebt in einer anderen Stadt, die beste Freundin im Ausland, aber beide sind immer in Romys Nähe. Die Buchhandlung ist als schöner Kontrast dazu inszeniert, eine echte Welt mit echten Menschen, die bewahrt werden muss. Dazu passt, dass das Buch besonders schön gemacht ist: mit Farbschnitt, schönen Farben und vielen Sternen.