Trauer: kein Buch ersetzt den Menschen, der dir dann zur Seite steht
Die zunehmend fehlende Einbindung von Menschen in Netzwerke (Familie, Dorf, Nachbarschaft, religiöse Gemeinschaft) verursacht beim Tod eines nahestehenden Menschen eine große Leerstelle: das Lernen von Trauer. In diese Leerstelle stoßen professionelle Trauerberater:innen wie Eric Wrede, dessen Buch kaum eine praktische Trauerbegleitung als mehr eine professionelle Trauervorbereitung sein und helfen soll, im entsprechenden Moment eine Haltung nicht erst finden zu müssen. So sind sicherlich auch die manchmal nervende, direkte Ansprache und die kurzen Sätze zu verstehen. Ich verstehe den Bedarf für dieses Genre, aber ein Buch ersetzt die menschliche Zuwendung (von mir aus auch von einem Trauerberater) nicht.