Die vielfältigen Facetten der Trauer
Das Cover von „Jeder Mensch kann trauern“ von Fee Vogel und Eric Wrede ist sehr schlicht gestaltet und gefällt mir genau deshalb sehr. Titel und Farben sprechen für sich, ganz ohne die typischen und oft etwas kitschigen Bildergänzungen, die viele Bücher zum Thema zieren. Auch im Inneren erwartet uns LeserInnen eine klare Gestaltung, Textelemente die von Erfahrungen berichten, heben sich jedoch optisch vom restlichen Text ab und auch Bereiche, die zu eigenen Überlegungen anregen sind visuell sofort erkennbar – das gefällt mir sehr!
Fee Vogel und Eric Wrede nehmen uns in diesem Buch sehr intensiv mit hinein in das Gefühl der Trauer. An Hand verschiedener Kapitel und Schwerpunkte beleuchten die beiden fachlich geschulten AutorInnen viele verschiedene Facetten dieses Erlebens. So geht es z. B. um körperliche, seelische und soziale Aspekte, um Trauer bei Kindern und am Arbeitsplatz. Sehr gefallen hat mir zudem, dass sich der erste Teil an Menschen richtet, die gerade sehr akut trauern und der zweite Teil Unterstützung bietet, wenn der Verlust bereits eine Weile zurück liegt.
Als besonders wertvoll habe ich es beim Lesen empfunden, dass die Autoren ganz offensichtlich spürbar bereits viel Erfahrung mit trauernden Menschen haben und sie nicht müde werden zu betonen, wie individuell Trauer ist. Es kann also so sein, wie beschrieben, oder ganz anders. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass die Impulse dadurch beliebig werden, sondern im Gegenteil Raum schaffen, um sich selber zwischen den Zeilen zu entdecken, zu hinterfragen und seinen eigenen Weg damit finden zu können. Dieses Buch will nicht schnell „alles wieder gut machen“, sondern es nimmt an die Hand, zeigt, dass Trauer zum Leben dazu gehört und wie wir für uns ganz persönlich einen guten Weg finden können, um sie in unser neues Leben zu integrieren.
Die Texte lesen sich angenehm flüssig, leicht und sind so unterteilt, dass ich immer kleinere Abschnitte habe, denen ich mich widmen kann. Gerade in Zeiten, in denen es den Lesenden nicht gut geht und vielleicht die Kraft für lange Passagen fehlt, finde ich diese Einteilung sehr gelungen. Auch die Anregungen zur Auseinandersetzung mit den eigenen Gedanken und Gefühlen finde ich sehr anregend und wertvoll. Bereiche für Eintragungen sind zwar viel zu knapp bemessen, dienen aber scheinbar auch mehr als Platzhalter, denn als tatsächliche Schreibfläche. Zudem gibt es ganz am Ende auch noch einen Abschnitt der sich damit befasst, dass auch wir als Gesellschaft Trauer brauchen. Diese Gedanken waren für mich ganz neu, haben mich aber stark zum Nachdenken angeregt und nachgeklungen. Zudem gibt es Einordnungshilfen und Anlaufstellen für den Fall, wenn sich die Trauer festgesetzt hat sowie weitere Literaturempfehlungen, was dieses Buch für mich perfekt abrundet.
„Jeder Mensch kann trauern“ ist meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Buch. Ein Buch, dass uns als Menschen sehr nah kommt, das an die Hand nimmt, das vor allem aber auch Mut macht, denn der Titel ist auf jeden Fall Programm. Deshalb gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung und auch, wenn man gerade nicht akut trauert, bietet es meiner Meinung nach wertvolle Lesestunden (z. B. um trauernde im Umfeld besser zu verstehen) – ich wünsche euch eine anregende Lesezeit!
Fee Vogel und Eric Wrede nehmen uns in diesem Buch sehr intensiv mit hinein in das Gefühl der Trauer. An Hand verschiedener Kapitel und Schwerpunkte beleuchten die beiden fachlich geschulten AutorInnen viele verschiedene Facetten dieses Erlebens. So geht es z. B. um körperliche, seelische und soziale Aspekte, um Trauer bei Kindern und am Arbeitsplatz. Sehr gefallen hat mir zudem, dass sich der erste Teil an Menschen richtet, die gerade sehr akut trauern und der zweite Teil Unterstützung bietet, wenn der Verlust bereits eine Weile zurück liegt.
Als besonders wertvoll habe ich es beim Lesen empfunden, dass die Autoren ganz offensichtlich spürbar bereits viel Erfahrung mit trauernden Menschen haben und sie nicht müde werden zu betonen, wie individuell Trauer ist. Es kann also so sein, wie beschrieben, oder ganz anders. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass die Impulse dadurch beliebig werden, sondern im Gegenteil Raum schaffen, um sich selber zwischen den Zeilen zu entdecken, zu hinterfragen und seinen eigenen Weg damit finden zu können. Dieses Buch will nicht schnell „alles wieder gut machen“, sondern es nimmt an die Hand, zeigt, dass Trauer zum Leben dazu gehört und wie wir für uns ganz persönlich einen guten Weg finden können, um sie in unser neues Leben zu integrieren.
Die Texte lesen sich angenehm flüssig, leicht und sind so unterteilt, dass ich immer kleinere Abschnitte habe, denen ich mich widmen kann. Gerade in Zeiten, in denen es den Lesenden nicht gut geht und vielleicht die Kraft für lange Passagen fehlt, finde ich diese Einteilung sehr gelungen. Auch die Anregungen zur Auseinandersetzung mit den eigenen Gedanken und Gefühlen finde ich sehr anregend und wertvoll. Bereiche für Eintragungen sind zwar viel zu knapp bemessen, dienen aber scheinbar auch mehr als Platzhalter, denn als tatsächliche Schreibfläche. Zudem gibt es ganz am Ende auch noch einen Abschnitt der sich damit befasst, dass auch wir als Gesellschaft Trauer brauchen. Diese Gedanken waren für mich ganz neu, haben mich aber stark zum Nachdenken angeregt und nachgeklungen. Zudem gibt es Einordnungshilfen und Anlaufstellen für den Fall, wenn sich die Trauer festgesetzt hat sowie weitere Literaturempfehlungen, was dieses Buch für mich perfekt abrundet.
„Jeder Mensch kann trauern“ ist meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Buch. Ein Buch, dass uns als Menschen sehr nah kommt, das an die Hand nimmt, das vor allem aber auch Mut macht, denn der Titel ist auf jeden Fall Programm. Deshalb gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung und auch, wenn man gerade nicht akut trauert, bietet es meiner Meinung nach wertvolle Lesestunden (z. B. um trauernde im Umfeld besser zu verstehen) – ich wünsche euch eine anregende Lesezeit!