Etwas Orientierung in der Ohnmacht

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
lea20125 Avatar

Von

Das Buch ist sehr übersichtlich aufgebaut und das Thema wird in einer leicht verständlichen Sprache vermittelt. Durch die vielen Beispiele aus der Arbeit mit Klient*innen fühlt man sich verstanden. Auch die Praxisübungen laden dazu ein, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und zu reflektieren.

Fee Vogel und Eric Wrede machen deutlich, dass es keine festen Phasen oder Regeln gibt, nach denen Trauer ablaufen muss. Vielmehr geht es darum, die eigenen Gefühle zuzulassen und sich selbst die Zeit zu geben, die man braucht. Sie greifen viele Situationen auf, in denen Trauernde ins Zweifeln kommen, sei es, weil der Körper verrücktspielt oder weil man wieder Spaß und Freude empfindet und sich vielleicht sogar dafür schämt. Die Autor*innen erklären, warum solche Reaktionen ganz normal sind, was dahinterstecken kann und dass all diese Gefühle sein dürfen und zur Trauer dazugehören.

Ich habe das Buch gelesen, weil ich mein Wissen über Trauer erweitern und mich auch noch einmal mit dem Thema Trennung beschäftigen wollte. Dafür war es allerdings weniger geeignet, da sich das Buch vor allem mit dem Tod eines geliebten Menschen beschäftigt. Außerdem waren mir einige Inhalte bereits bekannt, weshalb ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe.

Für Menschen, die gerade einen Verlust erleben und sich mit ihrer Trauer auseinandersetzen möchten, finde ich das Buch sehr passend. Es bietet Orientierung in einer Situation, in der man sich oft ohnmächtig und hilflos fühlt, und kann eine gute Begleitung durch die Trauerzeit sein.