Für frisch Hinterbliebene zu ambitioniert, aber eigentlich sollte sich jeder anlasslos damit beschäftigen

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annamichalea Avatar

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Jeder Mensch kann trauern. Hier hätte ich eher den Begriff darf Trauern erwartet, da ich im Bekanntenkreis oft mitbekommen habe, jetzt reicht es aber mal mit der ewigen Trauer, unternehme endlich was ... Meine eigenen Erfahrungen mit Trauer und deren Verarbeitung sind eher ein kulturelles Korsett. Auf dem Dorf gibt es auch heute noch feste Regeln. Nach einem Todesfall ein präziser Ablauf. Die im Dorf sind zuständig fürs Waschen und umkleiden. Dann zu bestimmten Zeiten Gebete in der Kirche mit Vorbeterin, ohne Pfarrer. Und einen Trauerredner nimmt man nur dann, wenn wegen Personalmangel gar kein Pfarrer mehr Zeit hat.
Ausserhalb der starren Vorschriften wie wie lange man schwarz tragen muss, was an Verhalten in der Trauerzeit inakzeptabel ist, gibt es noch die verschiedenen Phasen der Trauer, z B von Kübler-Ross, die eher intelektuelle Orientierung geben sollen. Der Ansatz dieses Buches ist aus der Praxis entstanden. Trauer ist keine Arbeit, wie das Wort Trauerarbeit suggeriert, sondern Trauer ist ein organischer Bestandteil unserers Menschseins. Wenn die Gesellschaft und auch zum Beispiel die Arbeitsregeln es zulassen.