Momente sammeln

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timphilipp Avatar

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Das Buch liest sich schon angesichts seiner Kürze recht schnell. Es ist eine Aneinanderreihung kleiner Erlebnisse, von Zusammentreffen mit Leuten, von Augenblicken im Alltag, die uns der namenlose Erzähler aus seinem Leben schildert, nachdem er eine lebensbedrohliche Sepsis knapp überlebt hat. So geht es etwa um kleine Ausflüge, Besuche von Angehörigen, Unternehmungen mit alten und neuen Freunden. Die Krankheit hat ihn veranlasst, achtsamer und nachdenklicher in der Gegenwart zu leben. Und dazu will er auch den Leser bringen. Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, ist aber angesichts des schnelllebigen Alltags nicht immer realisierbar. Ich kenne bereits den vorigen Roman des Autors, „25 letzte Sommer“, der stilistisch ähnlich ist. Richtig warm werden kann ich mit beiden Büchern nicht, was wohl auch daran liegt, dass sie zu kurz sind und keine zusammenhängende Geschichte erzählt wird.