Wenig überraschend und sprachlich schlicht

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Das Cover sticht nicht wirklich ins Auge und passt, meiner Meinung nach, auch nicht zum Inhalt des Buches. Zwar macht der Protagonist einen Kurztrip ans Meer, dennoch passt die dargestellte Szene auf dem Cover wenig zum Gesamtinhalt des Buches. Soweit zu gehen, dass der Weg zum Meer hier als Metapher dient würde ich nicht gehen. Von Herausforderungen und Entscheidungen ist dafür im Buch zu wenig zu lesen.

Ich habe mich davon blenden lassen, dass der Roman 25 letzte Sommer von Stephan Schäfer ein Bestseller war. Auch die Leseprobe hat mich ein wenig in die Irre geführt. Diese hatte mir gut gefallen, da der Erzähler hier sehr spannend und eindrücklich von seiner lebensbedrohlichen Erfahrung, die innerhalb kürzester Zeit eintritt, berichtet. Dieser Wendepunkt in seinem Leben, gibt ihm zu denken und so führt er uns vor Augen wie wichtig es ist, im hier und jetzt zu leben. Eigentlich unbedeutende oder nebensächliche Szenen des Alltags werden für den Protagonisten plötzlich essenziell und gehaltvoll. Zufällige Begegnungen mit Menschen erhalten mehr Bedeutung.
Fazit:
Mich persönlich hat das Buch eher enttäuscht. Die kleinen Geschichten und Situationen des Alltags wirken seicht und wenig spannend und sind irgendwie nur aneinandergereiht. Eine zusammenhängende Geschichte ist nicht erkennbar. Immer wieder hatte ich das Gefühl, der Autor möchte mich mit aller Macht darauf hinweisen wie wichtig es ist, die kleinen Momente des Alltags wahrzunehmen, zu genießen und wertzuschätzen. Schnell lesen sich die 171 Seiten des Buches, so dass ich abschließend sagen kann: ganz nettes kleines Büchlein, das als Ratgeber daherkommt und dem Trend ‚Achtsamkeit im Alltag‘ folgt.