Man fühlt es sofort
Douglas Stuart ist zurück. Nach seinen beiden Erstlingswerken „Shuggie Baine“ und „Young Mungo“, die ich beide für großartige zeitgenössische Romane halte, erzählt er nun in „John of John“ die Geschichte von Cal, der gefangen ist zwischen Tradition und Moderne. Nachdem er für sein Kunststudium für einige Zeit nach Edinburgh gegangen war, kehrt er nun zurück auf die Hebriden zu seinem Vater. Bereits auf den ersten Seiten spürt man deutlich die Handschrift dieses Autors. Er bringt Themen zusammen, an denen sich zahlreiche andere Schriftsteller versuchen. Aber Stuart gelingt es besser. Auf eine überaus authentische Art und Weise nimmt er den Leser mit in seine raue, teils düstere Welt, in der die sexuelle Ausrichtung der Hauptcharaktere ihr Leben häufig zur Last werden lässt. Ich freue mich auf seinen neuen Roman, weil der Autor sich treu bleibt und scheinbar eine weitere intensive Leseerfahrung vorlegt.