Aua!
Douglas Stuart schafft es einfach wieder, Figuren zu schreiben, die sich gleichzeitig kaputt und unglaublich lebendig anfühlen. John of John war für mich ein ruhigeres Buch als Young Mungo, aber emotional hat es mich teilweise sogar noch mehr getroffen. Man merkt die ganze Zeit, wie eng diese Welt ist und wie sehr Tradition, Religion und Erwartungen auf den Figuren lasten. Besonders die Beziehung zwischen Cal und seinem Vater war für mich das Herzstück des Buches. Da steckt so viel unausgesprochene Wut und Scham drin. Ich mochte auch, dass das Buch sich Zeit nimmt. Manche Gespräche oder kleine Momente haben bei mir mehr ausgelöst als riesige Dramen in anderen Büchern. Man muss sich auf den Stil und das Tempo einlassen können. Das Buch ist eher schwer, melancholisch und stellenweise auch ziemlich frustrierend, weil die Figuren sich selbst und gegenseitig so weh tun. Und Ella war einfach eine absolute Ikone. Wirklich jedes Mal, wenn sie auftauchte, habe ich mich gefreut.