Das Band zwischen Vater und Sohn

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eric.liest Avatar

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Anfang 1990er Jahre. Hebriden Insel. John Calum MacLeod, ist der Sohn von John MacLeod, kurz genannt Cal. Auf der Insel ist Cal wieder John of John. Seine Rückkehr ist geplant. Zur Beruhigung nimmt er 1 Ecstasy-Pille. Er wohnt in dem Haus bei seinem Vater & Oma; Ella. Cal wird wieder in den Alltag integriert. Schafe hüten & weben. Warum ist Cal zurückgekehrt?


Was bedeutet Herkunft? Kann man ihr entkommen? Edinburgh war eine Flucht. Cal ging auf eine Modeschule, ist schwul, trägt jetzt grüne Haare & nimmt Drogen. Er kehrt auf die fiktive Insel Falabay zurück. Cal ist für John eine Schande, jedoch nimmt er ihn bei sich auf. In welche Beziehung stehen sie zueinander?

Die Vater-Sohn Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt. Liebe, Geheimnisse & Identität sind die wesentlichen Bestandteile zwischen ihnen. Sie versuchen miteinander klar zukommen & nähern sich an. John ist gegenüber Cal oft handgreiflich. Ein unsichtbares Band hält sie zusammen. Wie der Webstuhl der für den Unterhalt sorgt.
Identität & Sexualität gehören nicht auf die Insel. Frau & Mann = Gottespaar. Schwulsein wird nicht akzeptiert & verstößt gegen das Weltbild. Cal ist schwul. John? Er trägt ein Geheimnis mit sich, welches im Laufe des Buches offenbart wird.

Stuart hat rein atmosphärisches, düsteres, emotionales Buch geschrieben & gibt wenig Hoffnung auf Besserung. In einem ungewöhnlichen Setting. Es gibt ein Blick auf Handwerk & Tradition. Die Personen kann man nicht mögen, am Ende des Romanes tuen sie mir leid. Ich verstehe warum Cal von der Insel wegwollte. Die Figuren sind sehr reif. Leichte Schmunzler sind zwischen den harten Worten vertreten. Beim Lesen bin ich durch die Seiten geflogen & zum Ende des Buches nimmt die Geschwindigkeit zu. Es liest sich gut, man bleibt an der Story, trotz der harten Sequenzen. Es ist ein Buch über eine Vater-Sohn Beziehung, Identität, Liebe, Sehnsucht & Zugehörigkeit. Am Ende war ich traurig, dass der Roman zu Ende war.