Das Gegenteil von Leichtigkeit
Cal hat seine Heimat, die Hebriden, verlassen, um auf dem schottischen Festland zu studieren. Als sein Vater ihn wieder auf die Insel ruft, kehrt Cal nur widerwillig heim. Zwar konnte er auf dem Festland nie so richtig Fuß fassen und sich kaum über Wasser halten, doch kann er sich eine Rückkehr in die gläubige Gemeinde, in der jeder jeden kennt, kaum vorstellen. Seine Homosexualität kann er dort nicht offen ausleben, davon einen Partner zu finden wagt er gar nicht erst zu träumen. Also kehrt er heim zur Schafzucht seines Vaters, wohnt wieder mit seiner Großmutter unter einem Dach, und lässt seine Träume und Wünsche auf dem Festland zurück. Doch er ist ein anderer geworden, er weiß jetzt wie es sein könnte, wie sich Freiheit anfühlen würde. Und so versucht er sich diese Schritt für Schritt zu erkämpfen und trifft dabei auf Widerstände, vor allem bei seinem eigenen Vater.
Mit "John of John" hat Douglas Stuart einen Roman geschrieben, der von einer unglaublichen Schwere geprägt ist. Sie haftet an den zwischenmenschlichen Beziehungen, durchdringt jeden Dialog und spiegelt sich im unwirtlichen Wetter und der rauen Natur der Küste wider. Wie auch Sonnenstrahlen sind Momente der Leichtigkeit eine Seltenheit in "John of John", stattdessen sind Armut, gesellschaftlicher Druck und Existenzängste wiederkehrende Motive. Die Tragik eines geteilten, unausgesprochenen Geheimnises zwischen Vater und Sohn haben bei mir als Leserin eine unglaubliche Frustration ausgelöst, gleichzeitig hat es mich in seinen Bann gezogen und in Unglaube erstarren lassen. Je mehr ich über Cal und seinen Vater gelernt habe, ihren Alltag, ihre Beziehungen, desto mehr habe ich mir gewünscht, dass sie endlich zueinander finden würden.
Insgesamt ist "John of John" ein wirklich berührendes Buch, das mir einen Einblick in eine Lebensrealität gegeben hat, die meiner eigenen nicht unähnlicher sein könnte. Gerade deshalb war die Lektüre eine bereichernde Erfahrung für mich, die ich nur weiterempfehlen kann.
Mit "John of John" hat Douglas Stuart einen Roman geschrieben, der von einer unglaublichen Schwere geprägt ist. Sie haftet an den zwischenmenschlichen Beziehungen, durchdringt jeden Dialog und spiegelt sich im unwirtlichen Wetter und der rauen Natur der Küste wider. Wie auch Sonnenstrahlen sind Momente der Leichtigkeit eine Seltenheit in "John of John", stattdessen sind Armut, gesellschaftlicher Druck und Existenzängste wiederkehrende Motive. Die Tragik eines geteilten, unausgesprochenen Geheimnises zwischen Vater und Sohn haben bei mir als Leserin eine unglaubliche Frustration ausgelöst, gleichzeitig hat es mich in seinen Bann gezogen und in Unglaube erstarren lassen. Je mehr ich über Cal und seinen Vater gelernt habe, ihren Alltag, ihre Beziehungen, desto mehr habe ich mir gewünscht, dass sie endlich zueinander finden würden.
Insgesamt ist "John of John" ein wirklich berührendes Buch, das mir einen Einblick in eine Lebensrealität gegeben hat, die meiner eigenen nicht unähnlicher sein könnte. Gerade deshalb war die Lektüre eine bereichernde Erfahrung für mich, die ich nur weiterempfehlen kann.