Kein Wow-Buch

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q5helgi Avatar

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Das neue Buch von Douglas Stuart ist ein „Inselroman“. Auf einer abgelegenen Insel erschafft Stuart eine kleine Gemeinde, in der John’s Sohn und John im Mittelpunkt der Handlung stehen. So wie seine Bücher davor ist das Thema der Homosexualität Bestandteil und wird aus den zwei Perspektiven unterschiedlicher Generationen behandelt, wobei die Religion auf der einen Seite eine große Rolle spielt.
Die Charaktere sind gut gezeichnet. John, Cal, Innes, Isla, Doll, Ella sind alles Figuren, die echt wirken und mit der Insel verbunden sind. Die Beschreibungen von ihnen hat mir am meisten am Buch gefallen. In der Handlung gab es vier Momente – bei einem Buch von ca. 550 Seiten -, die mich mitgerissen oder überrascht haben. Die restliche Handlung ist einfach.
Kurz gesagt, obwohl der Schreibstil angenehm zu lesen ist, d.h. nicht übertrieben literarisch oder nur Hauptsatz an Hauptsatz gereiht (doch etwas vulgär), und die Figuren authentisch und die Handlung nicht so dramatisch ist, war da nie ein „Wow“-Gefühl oder eine besondere Beziehung zum Buch. Trotzdem habe ich es gerne gelesen.
Das Buch bietet einen Einblick in eine fiktive Inselgemeinde und wer langgezogene, über Homosexualität sprechende Inselerzählungen irgendwo in Schottland mag, der sollte auf jeden Fall einen Blick auf diese Geschichte werfen.