langsames Erzählen, intensiv
John
Der Roman "John of John" von Douglas Stuart reiht sich ein in die Erzählungen eines (versteckt) schwulen Lebens auf dem Land, in der Einöde. Typisch an diesen Erzählungen sind die Verpflichtungen, die Scham, oft verbunden mit einem strengen Glauben und Regeln, wie auch hier. Ich mag, dass die Geschichte in Schottland spielt und ihre regionalen (altmodisch wirkenden Insel-) Eigenheiten und ich bin gespannt darauf, was ich übers Weben lese. Aber nicht nur Cal, der Sohn, scheint seine Geheimnisse zu haben, auch der Vater John.
Der Roman zeichnet sich durch ein ruhiges und langsames Erzählen aus, dabei aber nicht langweilig.
Es ist bedrückend, die Enge und Begrenztheit der Insel wie auch der Religionsgemeinschaft und die Gewalt, die John zur Durchsetzung dieser gebraucht. Trostlos und keiner scheint zu wollen, was er tut, ist frustriert und missgönnt den anderen ihr Glück und ihre Entscheidungsfreiheit. Alles ist durchzogen von Scham und Schuld.
Stuart arbeitet sehr genau, er zeigt auf, dass auch, wenn man sich nah ist, einander doch nie vollständig kennt, verdeutlicht die Widersprüche und die Sehnsüchte, die das Leben ausmachen. Und am Ende stellt sich mir die Frage: Wiederholen wir nur die Geschichte unserer Eltern?
Der Roman "John of John" von Douglas Stuart reiht sich ein in die Erzählungen eines (versteckt) schwulen Lebens auf dem Land, in der Einöde. Typisch an diesen Erzählungen sind die Verpflichtungen, die Scham, oft verbunden mit einem strengen Glauben und Regeln, wie auch hier. Ich mag, dass die Geschichte in Schottland spielt und ihre regionalen (altmodisch wirkenden Insel-) Eigenheiten und ich bin gespannt darauf, was ich übers Weben lese. Aber nicht nur Cal, der Sohn, scheint seine Geheimnisse zu haben, auch der Vater John.
Der Roman zeichnet sich durch ein ruhiges und langsames Erzählen aus, dabei aber nicht langweilig.
Es ist bedrückend, die Enge und Begrenztheit der Insel wie auch der Religionsgemeinschaft und die Gewalt, die John zur Durchsetzung dieser gebraucht. Trostlos und keiner scheint zu wollen, was er tut, ist frustriert und missgönnt den anderen ihr Glück und ihre Entscheidungsfreiheit. Alles ist durchzogen von Scham und Schuld.
Stuart arbeitet sehr genau, er zeigt auf, dass auch, wenn man sich nah ist, einander doch nie vollständig kennt, verdeutlicht die Widersprüche und die Sehnsüchte, die das Leben ausmachen. Und am Ende stellt sich mir die Frage: Wiederholen wir nur die Geschichte unserer Eltern?