Schweigen zwischen Vater und Sohn
Ich habe „John of John“ von Douglas Stuart als sehr ruhigen, aber emotional dichten Roman erlebt. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Cal und seinem Vater John auf der Insel Harris, die stark von Schweigen, Geheimnissen und religiösem Druck geprägt ist.
Cal kehrt nach seinem Studium ohne Job in sein Heimatdorf zurück, wo ein streng calvinistisches Umfeld das Leben bestimmt. Vieles wirkt nach außen kontrolliert und geordnet, doch hinter den Fassaden liegen unausgesprochene Konflikte. Besonders die Beziehung zu seinem Vater ist angespannt, weil beide Dinge verbergen und sich gleichzeitig näher sind, als sie zugeben.
Ich fand vor allem die Atmosphäre der Insel sehr eindrücklich. Sie wirkt eng, melancholisch und gleichzeitig lebendig in ihren Details. Auch die Nebenfiguren wie die Großmutter Ella bleiben im Kopf, weil sie Wärme und Menschlichkeit in die schwere Stimmung bringen.
Der Schreibstil ist bildhaft und oft poetisch, was gut zur ruhigen Erzählweise passt, aber stellenweise auch etwas langatmig wirken kann. Viele Szenen leben weniger von Handlung als von inneren Konflikten und unausgesprochenen Gefühlen, was nicht immer gleich spannend ist.
Insgesamt ist es ein atmosphärischer Roman über Familie, Identität und das Leben mit Geheimnissen, der vor allem durch seine Stimmung und Figuren wirkt, auch wenn die langsame Erzählweise und der religiöse Hintergrund nicht durchgehend überzeugt haben.
Cal kehrt nach seinem Studium ohne Job in sein Heimatdorf zurück, wo ein streng calvinistisches Umfeld das Leben bestimmt. Vieles wirkt nach außen kontrolliert und geordnet, doch hinter den Fassaden liegen unausgesprochene Konflikte. Besonders die Beziehung zu seinem Vater ist angespannt, weil beide Dinge verbergen und sich gleichzeitig näher sind, als sie zugeben.
Ich fand vor allem die Atmosphäre der Insel sehr eindrücklich. Sie wirkt eng, melancholisch und gleichzeitig lebendig in ihren Details. Auch die Nebenfiguren wie die Großmutter Ella bleiben im Kopf, weil sie Wärme und Menschlichkeit in die schwere Stimmung bringen.
Der Schreibstil ist bildhaft und oft poetisch, was gut zur ruhigen Erzählweise passt, aber stellenweise auch etwas langatmig wirken kann. Viele Szenen leben weniger von Handlung als von inneren Konflikten und unausgesprochenen Gefühlen, was nicht immer gleich spannend ist.
Insgesamt ist es ein atmosphärischer Roman über Familie, Identität und das Leben mit Geheimnissen, der vor allem durch seine Stimmung und Figuren wirkt, auch wenn die langsame Erzählweise und der religiöse Hintergrund nicht durchgehend überzeugt haben.