Schwul im Schottland der 90er Jahre
Nachdem ich von Douglas Stuart bereits „Young Mungo“ über Vorablesen bekommen habe, habe ich mich sehr auf das neue Werk des Booker-Preisträgers gefreut. Und er bleibt sich und seinem Erzählstil treu.
Wir starten im Plot mit Calum John, dem Sohn von John und Titelgeber des Romans, der sich vom schottischen Festland unter der Angst seiner sterbenden Großmutter auf den Weg in die Heimat begibt: die Hebriden, wo sein Vater und seine Großmutter mütterlicherseits alleine ihre Croft betreiben. Dass er zur Überfahrt eine halbe Ecstasy nimmt, erklärt schon viel über seine Gefühle zu seiner Heimat. Auch zu Beginn erfahren wir, dass beide Männer schwul sind, es nicht voneinander wissen, und aufgrund der religiösen und konservativen, überschaubar großen Bevölkerung der Insel auch nicht sollen. Cals Mutter lebt ebenfalls auf der Insel, hat seinen Vater aber für seinen Bruder verlassen und lebt mit den Halbgeschwistern bei diesem. Und dann sind da noch Innes, sein Bruder Sorley und deren pflegebedürftiger Vater.
Nachdem wir in das Inselleben eingeführt wurden und alle Inselbewohner kennengelernt haben, begleiten wir den neuen Alltag von Cal. Er kommt mehr oder weniger gut auf der Insel zurecht, trifft alte Bekannte und wird wieder an sein Aufwachsen erinnert. Seine Entscheidung, auf dem Festland zu leben und zu studieren, nehmen ihm einige übel und er spielt immer wieder mit dem Gedanken zurück dorthin zu gehen. Zum Ende überschlagen sich die Ereignisse, was mir fast etwas zu schnell ging für den sonst eher slow-pacing Roman. Das Ende ist versöhnlich und hat einen offenen Ausgang.
Die Übersetzung von Sophie Zeitz findet eine super Mischung aus schottischen Begriffen, Gälisch und den Übersetzungen. Ein toller Roman, der Verletzlichkeit und Stärke vereint.
Wir starten im Plot mit Calum John, dem Sohn von John und Titelgeber des Romans, der sich vom schottischen Festland unter der Angst seiner sterbenden Großmutter auf den Weg in die Heimat begibt: die Hebriden, wo sein Vater und seine Großmutter mütterlicherseits alleine ihre Croft betreiben. Dass er zur Überfahrt eine halbe Ecstasy nimmt, erklärt schon viel über seine Gefühle zu seiner Heimat. Auch zu Beginn erfahren wir, dass beide Männer schwul sind, es nicht voneinander wissen, und aufgrund der religiösen und konservativen, überschaubar großen Bevölkerung der Insel auch nicht sollen. Cals Mutter lebt ebenfalls auf der Insel, hat seinen Vater aber für seinen Bruder verlassen und lebt mit den Halbgeschwistern bei diesem. Und dann sind da noch Innes, sein Bruder Sorley und deren pflegebedürftiger Vater.
Nachdem wir in das Inselleben eingeführt wurden und alle Inselbewohner kennengelernt haben, begleiten wir den neuen Alltag von Cal. Er kommt mehr oder weniger gut auf der Insel zurecht, trifft alte Bekannte und wird wieder an sein Aufwachsen erinnert. Seine Entscheidung, auf dem Festland zu leben und zu studieren, nehmen ihm einige übel und er spielt immer wieder mit dem Gedanken zurück dorthin zu gehen. Zum Ende überschlagen sich die Ereignisse, was mir fast etwas zu schnell ging für den sonst eher slow-pacing Roman. Das Ende ist versöhnlich und hat einen offenen Ausgang.
Die Übersetzung von Sophie Zeitz findet eine super Mischung aus schottischen Begriffen, Gälisch und den Übersetzungen. Ein toller Roman, der Verletzlichkeit und Stärke vereint.