Wie der Vater, so der Sohn: Eine Beziehung zwischen Liebe und Schmerz
John of John ist ein Familiendrama, in dessen Mittelpunkt der Anfang zwanzigjährige John-Calum, genannt Cal, sein Vater John und seine Großmutter Ella stehen. Gefangen in der Armut ihrer kleinen Croft auf den äußeren Hebriden, wo sie sich mit dem Verdienst am Webstuhl und einer mageren Schafszucht ihr Auskommen sichern, hängen sie sich gegenseitig viel zu nah auf der Pelle, um zu sich selbst zu finden. Und wenn sie das Haus verlassen, werden sie in einem ähnlich eng verwobenen sozialen Geflecht aus Nachbarn und Verwandten nicht weniger kritisch unter die Lupe genommen.
Cal hat versucht aus diesem Leben auszubrechen – doch nach der Ausbildung an einer Textilschule in Edinburgh und anschließender monatelanger Arbeitslosigkeit bleibt ihm doch nichts anderes als die Rückkehr. So sitzt er nun bei jeder Mahlzeit zwischen dem unerbittlich strengen, manchmal gar grausamen Vater und seiner etwas sonderbaren, gesundheitlich schwächelnden Großmutter. Noch dazu können sich beide nicht ausstehen und raufen sich nur um Cals Willen irgendwie zusammen.
Cal vermisst die Freiheit, das Stadtleben, die Schwulenszene – sein Vater hingegen predigt ihm presbyterianische Disziplin und Gehorsam, während Ella im Hintergrund ihre ganz eigenen Intrigen spinnt. Doch letztlich sind die Machtverhältnisse nur scheinbar ungleich verteilt, denn jeder der drei hat seine persönlichen Geheimnisse und Schwächen. Vor Gottes Auge bleibt nichts verborgen, das weiß John – doch auch vor denen seiner Nachbarn nicht. In dieser wachsamen Umgebung, in der permanenten, konfliktreichen Nähe zueinander und der unausweichlichen Enge von Haus und Insel können ihre Versteckspiele nicht unendlich andauern – und wenn die Wahrheiten dahinter ans Licht kommen, werden sie alles verändern.
John of John ist ein stimmungsvoller Roman über Liebe, Sehnsucht, Schmerz und Vergebung, über die schwierige Beziehung von John und seinem Sohn, dem anderen John, und die Suche nach sich selbst. Die Entwicklung der Geschichte und der Schreibstil von Douglas Stuart haben mir sehr gut gefallen. Mit zunehmender Spannung und einem guten Gespür für seine inselrauen Charaktere beschreibt er all ihre inneren Kämpfe nachvollziehbar und unerbittlich klar. So entsteht ein bewegendes Buch über Scham, verzerrte Wahrnehmung und die Gefängnisse, die sich John und Cal selbst in ihren Köpfen bauen. Eine große Leseempfehlung!
Cal hat versucht aus diesem Leben auszubrechen – doch nach der Ausbildung an einer Textilschule in Edinburgh und anschließender monatelanger Arbeitslosigkeit bleibt ihm doch nichts anderes als die Rückkehr. So sitzt er nun bei jeder Mahlzeit zwischen dem unerbittlich strengen, manchmal gar grausamen Vater und seiner etwas sonderbaren, gesundheitlich schwächelnden Großmutter. Noch dazu können sich beide nicht ausstehen und raufen sich nur um Cals Willen irgendwie zusammen.
Cal vermisst die Freiheit, das Stadtleben, die Schwulenszene – sein Vater hingegen predigt ihm presbyterianische Disziplin und Gehorsam, während Ella im Hintergrund ihre ganz eigenen Intrigen spinnt. Doch letztlich sind die Machtverhältnisse nur scheinbar ungleich verteilt, denn jeder der drei hat seine persönlichen Geheimnisse und Schwächen. Vor Gottes Auge bleibt nichts verborgen, das weiß John – doch auch vor denen seiner Nachbarn nicht. In dieser wachsamen Umgebung, in der permanenten, konfliktreichen Nähe zueinander und der unausweichlichen Enge von Haus und Insel können ihre Versteckspiele nicht unendlich andauern – und wenn die Wahrheiten dahinter ans Licht kommen, werden sie alles verändern.
John of John ist ein stimmungsvoller Roman über Liebe, Sehnsucht, Schmerz und Vergebung, über die schwierige Beziehung von John und seinem Sohn, dem anderen John, und die Suche nach sich selbst. Die Entwicklung der Geschichte und der Schreibstil von Douglas Stuart haben mir sehr gut gefallen. Mit zunehmender Spannung und einem guten Gespür für seine inselrauen Charaktere beschreibt er all ihre inneren Kämpfe nachvollziehbar und unerbittlich klar. So entsteht ein bewegendes Buch über Scham, verzerrte Wahrnehmung und die Gefängnisse, die sich John und Cal selbst in ihren Köpfen bauen. Eine große Leseempfehlung!