Zwischen Sehnsucht und Schuld

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John of John von Douglas Stuart hat mich vor allem durch seine intensive und düstere Atmosphäre überzeugt. Schon das Cover passt gut zur rauen Stimmung der Geschichte und macht neugierig auf den Inhalt. Der Roman erzählt von familiären Konflikten, Identität und dem Versuch, den eigenen Platz im Leben zu finden. Ohne zu spoilern gelingt es Stuart, eine emotionale und zugleich sehr persönliche Geschichte zu erzählen.
Der Schreibstil ist poetisch, aber trotzdem direkt und leicht zu lesen. Besonders die Landschaftsbeschreibungen und die inneren Gedanken der Figuren bleiben im Gedächtnis. Die Charaktere wirken authentisch, weil sie Fehler machen, zweifeln und mit ihren Gefühlen kämpfen. Gerade diese Ehrlichkeit macht den Roman so berührend.
Interessant ist das Buch für mich vor allem wegen der Themen Familie, Scham und Selbstfindung, die Douglas Stuart sehr feinfühlig behandelt. Insgesamt ist John of John ein ruhiger, tiefgründiger Roman, den ich Leser*innen empfehle, die emotionale Geschichten mit starken Figuren mögen. Ein Buch, das lange nachwirkt.