Ungewöhnliches Setting mit tollen Charakteren
In „Juli im Land der Zeitgeister“ von Wieland Freund begleiten wir die fast elfjährige Juli auf ihrer Reise ins Land der Zeitgeister, denn plötzlich, von einer Sekunde auf die andere steht Julis Welt still, um halb drei. Um ihrer im Zeitschock erstarrten Oma zu helfen, reist Juli zusammen mit dem Uhrmacher und Trim - dem Zeitgeist der großen Uhr - ins Land der großen Uhr, um diese wieder zum Laufen zu bringen. Wenn ihnen das nicht gelingt, bleibt es immer 14:30 Uhr.
So also lernt Juli auf ihrer Reise alle möglichen seltsamen Dinge kennen und über allem schweben die stillstehenden Zeiger der großen Uhr.
Die Charaktere sind allesamt liebenswert und teilweise wirklich schrullig lustig. Trim schimpft uns etwas zu viel. Das müsste aus meiner Sicht in einem Kinderbuch so nicht sein, hat meine Kinder aber natürlich zum Lachen gebracht.
Die Sprache war zum Selberlesen teilweise zu anstrengend. Meine Tochter hat mich dann doch lieber vorlesen lassen und das dann sehr genossen. Dann ist das Buch auch durchaus für Jüngere geeignet. Zum Selberlesen brauchen die Kinder doch etwas Ausdauer, die Kapitel sind teilweise sehr lang.
Insgesamt hat uns Julis Reise wirklich gut gefallen und die Geschichte im Laufe des Buchs auch an Fahrt aufgenommen. Am Ende konnten wir es kaum aus der Hand legen und zum großen Finale waren wir alle ergriffen.
Von uns eine Leseempfehlung, leider am Anfang mit ein paar Anlaufschwierigkeiten.