Zeitbeben in der Uhrmacherwerkstatt
Während unvorstellbar langweiliger Ferien bei ihrer Großmutter auf dem Land gerät die fast 11-jährige Juli in der Uhrensammlung ihres verstorbenen Großvaters in eine Parallelwelt kleiner Wesen, die auf einem illustrierten Zifferblatt leben. Es stellt sich heraus, dass in der Menschenwelt die Zeit stehengeblieben ist (und Julis Oma in der Küche bewegungslos mit dem Muffinblech in der Hand verharrt). Ursache der Zeitkatastrophe ist, dass durch das Anhalten der „Großen Uhr“ ein Zeitbeben samt einer Zeitwelle ausgelöst wurde. Sollte es Juli und einer Gruppe bunter Gefährten nicht gelingen, die Große Uhr wieder in Gang zu setzen, würde Julis eigene Welt weiter stillstehen. Ob sich im Keller des Großelternhauses ein Portal in ein Miniaturland befindet, blieb für mich offen – für einen Spezialisten für mechanische Uhren wäre das sicher nützlich gewesen. Wie groß ich mir Juli z. B. im Vergleich zu den phantastischen Wesen vorstellen soll, wird nicht immer klar; ist jemand, der „klein“ ist, kleiner als Juli oder kleiner als seine eigenen magischen Kumpane?
Erzählt wird Julis Einsatz für die Zeit von einer allwissenden Erzählerstimme, die m. A. nach für eine Zielgruppe ab 9 Jahre zu viel voraussetzt und insgesamt zu abstrakt bleibt. Den Wissenstransfer über die phantastische Welt zu Juli und zu Wieland Freunds Leser:innen fand ich wenig plausibel und es fiel mir - als jahrzehntelange Fantasyleserin - schwer, mich in Julis Erleben zu versetzen.
Fazit
Das Thema eines Zeitbebens im Umfeld einer Sammlung antiker Uhren fand ich für die Zielgruppe ab 9 Jahre zu abstrakt, die Handlung für ungeübte Leser zu kompliziert und zu wenig plausibel. Für ältere Fantasyleser:innen bietet Juli m. A. wenig Identifikationsmöglichkeiten.
Erzählt wird Julis Einsatz für die Zeit von einer allwissenden Erzählerstimme, die m. A. nach für eine Zielgruppe ab 9 Jahre zu viel voraussetzt und insgesamt zu abstrakt bleibt. Den Wissenstransfer über die phantastische Welt zu Juli und zu Wieland Freunds Leser:innen fand ich wenig plausibel und es fiel mir - als jahrzehntelange Fantasyleserin - schwer, mich in Julis Erleben zu versetzen.
Fazit
Das Thema eines Zeitbebens im Umfeld einer Sammlung antiker Uhren fand ich für die Zielgruppe ab 9 Jahre zu abstrakt, die Handlung für ungeübte Leser zu kompliziert und zu wenig plausibel. Für ältere Fantasyleser:innen bietet Juli m. A. wenig Identifikationsmöglichkeiten.