Kein Roman für mein Regal
„Junge Frau mit Katze“ ist gut geschrieben – zweifellos. Der Text atmet Intelligenz, Reflexion und Beobachtungsschärfe. Doch trotz all dieser Stärken spricht mich die Geschichte nicht an. Die Ich-Erzählerin ist so sehr mit sich selbst, ihrem Körper, ihrer Angst und ihrer Vergangenheit beschäftigt, dass kaum Raum für Entwicklung oder Handlung bleibt. Es wirkt, als würde sie sich im eigenen Innenleben verlieren, ohne mich dabei wirklich mitzunehmen.
Sprachlich bewegt sich der Roman auf hohem Niveau – oft fein, manchmal poetisch, immer sehr bewusst. Aber gerade das erzeugt bei mir eher Distanz als Nähe. Ich hätte mir mehr Handlung, mehr Kontrast, weniger Ich gewünscht. Eine Katze allein macht noch kein Buch für mich.
Ich glaube nicht, dass ich diesen Roman zu Ende lesen würde. Die Sprache würde ich anerkennen, die Geschichte aber wohl nicht fühlen.
Sprachlich bewegt sich der Roman auf hohem Niveau – oft fein, manchmal poetisch, immer sehr bewusst. Aber gerade das erzeugt bei mir eher Distanz als Nähe. Ich hätte mir mehr Handlung, mehr Kontrast, weniger Ich gewünscht. Eine Katze allein macht noch kein Buch für mich.
Ich glaube nicht, dass ich diesen Roman zu Ende lesen würde. Die Sprache würde ich anerkennen, die Geschichte aber wohl nicht fühlen.