Sehr interessant

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libby196 Avatar

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Die Leseprobe besticht durch eine sehr persönliche, intime Erzählweise, die ganz nah an der Ich-Erzählerin dran ist. Man fühlt sich direkt mitgenommen in ihren Alltag, ihre Gedankenwelt und vor allem in das komplexe Verhältnis zu ihrem Körper und zu ihrer Mutter. Die Erzählung wirkt dabei sehr reflektiert und ehrlich, manchmal fast schon poetisch, vor allem in den einleitenden Passagen, in denen es um die Körpererfahrung und die Beziehung zur Mutter geht.

Besonders gelungen finde ich, wie Dröscher den Körper als zentrales Thema verwendet — als Quelle von Verletzlichkeit, als Schatten der Vergangenheit, aber auch als Ort, an dem Geschichte und Identität sich spuren. Dabei ist die Sprache oft bildhaft und nachdenklich, ohne pathetisch zu werden.