Keine leichte Kost

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mirjams Avatar

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In seinem Agententhriller „Kälter“ lässt eine Frau zur Waffe werden und gegen den tödlichsten Terroristen der Welt antreten. Luzy Morgenroth, Provinzpolizistin auf Amrum, wo niemand ahnt, dass ihr Jahre zuvor alles genommen wurde, als sie noch eine ganz Andere war. Bis eine Handvoll Killer auf ihre Insel kommen, die nicht nur für den Tod des Bruders ihrer besten Freundin verantwortlich sind, sondern auch von und ihrem Freund und Kollegen. Da ist für Luzy die Zeit gekommen in ihr altes Leben zurückzukehren um Rache zu üben.

Da „Kälter“ mein erstes Buch von Andreas Pflüger war, wusste ich zu dem Zeitpunkt als ich zur Hörbuchversion griff, noch nicht worauf ich mich da eigentlich einlasse. Der Schreibstil ist kurz und knackig und von Britta Steffenhagen zwar super spannend eingesprochen, jedoch musste ich schnell feststellen, dass die Handlung so komplex ist, dass das Buch nichts für nur mal so „zwischendurch“ ist. Die ebenso actionreichen wie brutale Geschichte spielt Ende des kalten Kriegs u.a. in Israel, Moskau und Berlin, wo auch die Wende und der Mauerfall beschrieben werden. Dem aus dieser Perspektive zu folgen und mehr über diese Zeit zu erfahren war wirklich überaus interessant und spannend, trotzdem konnte mich das Buch nicht so richtig in seinen Sog ziehen und fesseln. Auch wenn die Charaktere überzeugend und realistisch dargestellt sind, waren mir die Ausführungen einfach zu überspitzt und die Hauptprotagonistin Luzy Morgenroth einfach zu viel alleskönnende Superheldin, als dass ich es für mich nachvollziehen konnte.

Fazit: Ein spannender, temporeicher und wortgewaltiger Thriller, jedoch keine leichte Kost für nebenbei und zwischendurch, da die Geschichte wahnsinnig komplex ist. Zwar nicht zu 100% mein Fall, dennoch interessant und lesenswert.