Anstrengend, konfus.

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aerdna Avatar

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Mit Kala bin ich nicht warm geworden.
Den Index der Hauptfiguren zu Beginn empfinde ich als eher verwirrend. Mit dem Verlauf des Buchs lerne ich die einzelnen Personen für gewöhnlich Stück für Stück kennen - das macht es mir viel leichter, sie zu erfassen und zu merken. So musste ich erstmal darüber hinweg lesen, das hat den Start holprig gemacht. Wenn ein Index gewünscht ist, finde ich den hinten im Buch nützlicher platziert.
Zu Beginn gibt es einige Ungenauigkeiten oder nicht ausgeführte Details - die Statur von Kala, die in der Vermissten-Beschreibung nicht angegeben wird z.B. Sie wird doch eine gehabt haben? Die als sehr auffällig beschriebene Tasche. Wie sah sie denn aus? Bei solchen Fällen zählt doch normalerweise jedes Detail. Das Auto der Marke Hyundai Accent. Marke ist Hyundai, Accent das Modell. Solche Kleinigkeiten stören mich manchmal sehr stark. Entweder, weil ich drüber stolpere oder weil dadurch der Vorstellungskraft Details fehlen, das Bild, das beim Lesen im Kopf entsteht, unscharfe Flecken behält.
Normalerweise mag ich auch bildhafte Sprache sehr gern, hier jedoch werde ich teilweise nicht schlau aus ihr, ist sie mir zu wild, muss ich Sätze vielfach lesen, um mir eine Vorstellung zu erarbeiten oder es kommt gar keine auf. Vielleicht soll das u.a. die Wildheit der Teenager-Empfindungen widerspiegeln; wirkt mir etwas zu gewollt, liest sich anstrengend.
Mush, der mit „weit über dreißig“ immer noch spricht, wie ein Fünfzehnjähriger - wie ein heute Fünfzehnjähriger es für peinlich befände. Teilweise kommen Gedankensprünge vor, denen ich nicht folgen kann.
Ich habe auf Seite 14 der Leseprobe aufgegeben, weil es mir zu chaotisch war, zu anstrengend.
Kala würde ich nicht lesen.
Sogar das Cover empfinde ich mit dem grellen Rot und dem Reflex der Sonne als anstrengend.