Handwerklich interessant, aber nicht mein Geschmack
Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht, genau meine Art von Geschichte. Der Anfang ist mir zu übertrieben poetisch - viele klangvolle Worte, etwas zu bemüht. Dann zeigt sich aber handwerkliches Können; die salbungsvolle Einleitung wird von einem Vermisstenreport abgelöst, ein interessanter Stilbruch, der mich wieder zurückgewann.
Dann sehen wir, es wird multiperspektivisch erzählt und in diesem Buch ist es auch endlich mal gekonnt - mit dem Bericht von jemandem namens Mush kommt nun ein dritter komplett anderer Stil hinzu. Viele Autoren, die das momentan so beliebte multiperspektivische Erzählen anwenden, sind nicht in der Lage, die Erzählstimmen unterschiedlich klingen zu lassen. Hier klappt das ausgezeichnet. Allerdings ist Mushs Erzählstimme für mich unerträglich zu lesen. Eine Frau Ende 30, die spricht wie ein Teenager, dazu noch mit schnoddrig-prolligem Duktus. Das ist, wie gesagt, handwerklich gelungen, aber es liest sich furchtbar, jedenfalls für mich. Ich bin zur nächsten Erzählstimme, Helen, weitergesprungen. Angenehmer und anders, insgesamt ist das Buch also stilistisch gelungen vielfältig.
Aber wenn man eine der Erzählstimmen gar nicht lesen möchte, dann hat es wenig Sinn. Außerdem fängt das alles etwas zäh an, die 512 Seiten lassen vermuten, daß es auch zäh weitergeht. Also: bestimmt kein schlechtes Buch, aber nicht mein Fall. - Die Gestaltung des Titelbilds gefällt mir leider gar nicht.
Dann sehen wir, es wird multiperspektivisch erzählt und in diesem Buch ist es auch endlich mal gekonnt - mit dem Bericht von jemandem namens Mush kommt nun ein dritter komplett anderer Stil hinzu. Viele Autoren, die das momentan so beliebte multiperspektivische Erzählen anwenden, sind nicht in der Lage, die Erzählstimmen unterschiedlich klingen zu lassen. Hier klappt das ausgezeichnet. Allerdings ist Mushs Erzählstimme für mich unerträglich zu lesen. Eine Frau Ende 30, die spricht wie ein Teenager, dazu noch mit schnoddrig-prolligem Duktus. Das ist, wie gesagt, handwerklich gelungen, aber es liest sich furchtbar, jedenfalls für mich. Ich bin zur nächsten Erzählstimme, Helen, weitergesprungen. Angenehmer und anders, insgesamt ist das Buch also stilistisch gelungen vielfältig.
Aber wenn man eine der Erzählstimmen gar nicht lesen möchte, dann hat es wenig Sinn. Außerdem fängt das alles etwas zäh an, die 512 Seiten lassen vermuten, daß es auch zäh weitergeht. Also: bestimmt kein schlechtes Buch, aber nicht mein Fall. - Die Gestaltung des Titelbilds gefällt mir leider gar nicht.