Sommer, Schuld und ein Verschwinden, das nicht loslässt
Die Leseprobe zu Kala hat mich sofort gepackt. Der Einstieg ist intensiv und atmosphärisch – man spürt diesen einen Sommermoment, der sich unauslöschlich ins Gedächtnis einbrennt. Die Sprache ist dicht, bildhaft und gleichzeitig sehr nah an den Figuren, sodass man sich direkt mitten in der Clique wiederfindet. Besonders stark fand ich den Wechsel zwischen der unbeschwerten Jugend, der damaligen Gruppendynamik und der bedrückenden Gegenwart, in der Kalas Verschwinden plötzlich wieder greifbar wird.