Vergangenheit, Schuld und ein irischer Sommer
Schon der Prolog zieht rein: erst die Clique im Sommer 2003, dann direkt die Vermisstenanzeige von Kala – und plötzlich liegt etwas Unheimliches in der Luft, obwohl eigentlich noch kaum etwas passiert ist. Der Wechsel zwischen den Zeitebenen und Erzählperspektiven funktioniert richtig gut und passt perfekt zu der Geschichte um Erinnerung, Schuld und das ungeklärte Verschwinden. Besonders neugierig macht die Sprache, die poetisch ist, ohne abgehoben zu wirken, und viele starke Bilder schafft. Insgesamt verspricht der Roman eine dichte, psychologische Geschichte mit viel Atmosphäre, bei der man unbedingt wissen will, was damals wirklich passiert ist.