Wenn alte Wunden aufbrechen
Kala entfaltet von Beginn an eine dichte, leicht unheimliche Atmosphäre, in der Vergangenheit und Gegenwart ineinander greifen. Die Figuren wirken verletzlich und zugleich faszinierend, jede mit einem eigenen Schatten, der sich langsam über die Handlung legt. Die Sprache ist klar, aber voller unterschwelliger Spannung, sodass man das Gefühl hat, ständig auf etwas Unausgesprochenes zuzusteuern. Schon die ersten Seiten machen neugierig auf das Geheimnis, das unter der Oberfläche brodelt, und lassen erahnen, dass die Geschichte emotional wie psychologisch tief gehen wird.