Atmosphäre mit Sogwirkung
Kala ist das Zentrum einer Clique, die in den 90ern die Jugend in einer irischen Kleinstadt verbrachten. Eines Tages verschwindet Kala spurlos. Das Leben der Freunde verläuft weiter, doch der Mittelpunkt ihres Kreises fehlt. Helen hat Irland verlassen, Joe ist inzwischen ein berühmter Musiker, Mush lebt weiterhin in seiner Heimatstadt und Aoife lebt ihr eigenes Leben. Anlässlich einer Hochzeit kehren Joe und Helen zurück. Und ausgerechnet zu dieser Zeit wird Kalas Leiche gefunden. Dies führt alle wieder zusammen, doch jeder kämpft mit seinen eigenen Dämonen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht der Freunde geschrieben, den Rahmen bildet die Rückkehr und damit die Gegenwart bzw. das Jahr 2018. Immer wieder kehrt der Blick in den Kapiteln zurück auf die Jugendzeit und Stück für Stück setzt sich das Gesamtbild zusammen. Die Art zu erzählen fand ich sehr gelungen, da es die Spannung steigert und aufrecht erhält. Joes Part weicht dabei etwas ab im Stil, die Erzählweise wechselt zur Du-Form. Die Übergänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind dabei fließend, was mir zugegeben stellenweise schwerfiel. Ein anderer Punkt, der mir schwerfiel, waren die Familienbeziehungen. Cousins, Geschwister und Väter spielen eine nicht unwesentliche Rolle. Bis zuletzt musste ich jedes mal intensiv überlegen wo die Personen zu verorten sind. Das sind auch meine beiden einzigen Kritikpunkte. Darüber hinaus ist das Buch voller Erinnerungen an die Jugend, voller Spannung und atmosphärisch sehr stark . Die vielschichtigen Protagonisten ziehen einen schnell in den Bann. Über allem schwebt eine indirekte Frage von Schuld, Zweifeln und Vorwürfen. Ein tolles Buch, welches ich guten Gewissens weiterempfehlen kann.
Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht der Freunde geschrieben, den Rahmen bildet die Rückkehr und damit die Gegenwart bzw. das Jahr 2018. Immer wieder kehrt der Blick in den Kapiteln zurück auf die Jugendzeit und Stück für Stück setzt sich das Gesamtbild zusammen. Die Art zu erzählen fand ich sehr gelungen, da es die Spannung steigert und aufrecht erhält. Joes Part weicht dabei etwas ab im Stil, die Erzählweise wechselt zur Du-Form. Die Übergänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind dabei fließend, was mir zugegeben stellenweise schwerfiel. Ein anderer Punkt, der mir schwerfiel, waren die Familienbeziehungen. Cousins, Geschwister und Väter spielen eine nicht unwesentliche Rolle. Bis zuletzt musste ich jedes mal intensiv überlegen wo die Personen zu verorten sind. Das sind auch meine beiden einzigen Kritikpunkte. Darüber hinaus ist das Buch voller Erinnerungen an die Jugend, voller Spannung und atmosphärisch sehr stark . Die vielschichtigen Protagonisten ziehen einen schnell in den Bann. Über allem schwebt eine indirekte Frage von Schuld, Zweifeln und Vorwürfen. Ein tolles Buch, welches ich guten Gewissens weiterempfehlen kann.